Nachgefragt bei Daniel Ahrendt, Carestone Gruppe
28.04.2026

Daniel Ahrendt, CEO der Carestone Gruppe. Foto: © Carestone
Mitte Februar ist Daniel Ahrendt vom CFO zum CEO der Carestone Gruppe aufgestiegen. Die Rolle des CFO, die er im Juni 2025 übernommen hatte, übt er auch weiterhin aus. Die Carestone Gruppe ist spezialisiert auf die Entwicklung, Realisierung und Vermarktung von Seniorenwohn- und Pflegeimmobilien in Deutschland. Über ein Vertriebspartnernetzwerk erschließt sie diese Assetklasse für private Investoren.
finanzwelt hat nachgefragt, was Daniel Ahrendt an seiner neuen Aufgabe reizt und welche Ziele er sich für 2026 gesetzt hat.
Herr Ahrendt, was reizt Sie an Ihrer neuen Aufgabe?
Daniel Ahrendt: Mich reizt vor allem die Möglichkeit, Carestone in einer Phase zu führen, in der der Markt einerseits stark im Wandel ist, andererseits aber enorme Chancen bietet. Durch die intensive vorherige Zusammenarbeit aus Gesellschafterperspektive kannte ich Strukturen, Prozesse und Entscheidungswege unseres Unternehmens sehr genau. Jetzt Verantwortung im operativen Geschäft zu tragen, bedeutet für mich, Stabilität und Wachstum sicherzustellen, aber auch unternehmerisch gestalten zu können. Das gilt insbesondere in einem Immobilienumfeld wie dem unseren, für das langfristige Verlässlichkeit, geordnete Strukturen und klare Entscheidungen maßgebend sind. Gerade dort sehe ich eine zentrale Aufgabe des CEO: Kontinuität zu wahren, Prioritäten zu setzen und Entwicklungen mit Augenmaß voranzutreiben.
Welche Schwerpunkte und Ziele haben Sie sich für 2026 gesetzt?
Ahrendt: Wir verfügen über eine gesicherte Pipeline mit rund 4.800 Einheiten in 60 Projekten und einem Verkaufsvolumen von 1,3 Milliarden Euro. Für 2026 geht es vor allem darum, diese Pipeline konsequent in die Umsetzung zu bringen und dabei unsere Qualitätsmaßstäbe hochzuhalten. Gleichzeitig arbeiten wir daran, unser Portfolio an modernen Wohnformen im Alter zu erweitern. Wir machen das bewusst selektiv und mit einem klaren Fokus auf Konzepte, die resilient und langfristig tragfähig sind. Das gilt vom Bewohner über den Betreiber bis hin zum Investor. Ihnen allen möchten wir mit unseren Immobilien das richtige Angebot machen.
Wie schätzen Sie die Geschäftsentwicklung in diesem Jahr ein?
Ahrendt: Die langfristigen Rahmenbedingungen sind unverändert: je nach Statistik benötigt Deutschland über die nächsten 20 Jahre rund 400.000 zusätzliche Pflegeeinheiten; und dies berücksichtigt noch nicht die ergänzend notwendigen betreuten Wohnformen. Dieser demografisch getriebene Bedarf schafft einen sehr stabilen Markt, jenseits aller zyklusbedingten wirtschaftlichen Schwankungen. Mit unserer bestehenden Pipeline, klaren Prioritäten und einem sehr erfahrenen Team gehen wir daher mit Zuversicht in das Jahr 2026. Unser Fokus liegt darauf, Projekte zu entwickeln und umzusetzen, die wirtschaftlich funktionieren, bedarfsgerecht geplant werden, nachhaltig und skalierbar sind – Eigenschaften, die unsere Assetklasse dauerhaft attraktiv machen. (mho)

Nische mit Potenzial









