Nachhaltigkeits-Score 2026: Große Unterschiede bei Versicherern

15.10.2026

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Wie nachhaltig sind Deutschlands Versicherer aufgestellt? Der aktuelle Nachhaltigkeits-Score 2026 von Franke und Bornberg zeigt erhebliche Unterschiede zwischen den Gesellschaften. Im Durchschnitt erreichen die 50 untersuchten Versicherer lediglich 48 Prozent der möglichen Punkte. Besonders beim gesellschaftlichen Engagement besteht Nachholbedarf.

Für den Nachhaltigkeits-Score 2026 hat das Analysehaus Franke und Bornberg insgesamt 50 Versicherer anhand von 275 Einzelkriterien untersucht. Die Ergebnisse reichen von 16 bis 87 Prozent. Nur drei Gesellschaften erzielen mehr als 80 Prozent. Der Marktdurchschnitt liegt bei 48 Prozent und damit über dem Vorjahreswert von 42 Prozent. Allerdings wurde die Bewertungsmethodik teilweise angepasst, sodass die Ergebnisse nur eingeschränkt vergleichbar sind.

Deutliche Unterschiede zeigen sich auch zwischen den sechs untersuchten Nachhaltigkeitsbereichen. Die höchsten Durchschnittswerte erzielen die Versicherer bei Produkten mit 57 Prozent und Arbeitgeberverantwortung mit 56 Prozent. Im Bereich Investment werden 48 Prozent erreicht, zehn Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Ressourcenmanagement kommt auf 46 Prozent, Wandel und Innovation auf 43 Prozent.

Besonders schwach schneiden die Versicherer beim gesellschaftlichen Engagement ab. Hier liegt der Durchschnitt bei lediglich 40 Prozent. Insgesamt 21 der 50 Gesellschaften erreichen weniger als 30 Prozent, darunter 17 sogar weniger als 20 Prozent. Sieben Versicherer erhalten in dieser Kategorie null Punkte.

Allerdings weist Franke und Bornberg darauf hin, dass niedrige Bewertungen auch auf eine unzureichende Dokumentation entsprechender Aktivitäten zurückzuführen sein können.

Ergebnisliste Nachhaltigkeits-Score 2026

Die nachfolgenden Werte geben die Ergebnisse des Nachhaltigkeits-Scores nach der Methodik von Franke und Bornberg wieder. Sie stellen keine Zertifizierung dar und erlauben keine Aussage über die absolute Umwelt- oder Klimawirkung eines Versicherers oder seiner Produkte. Alle bewerteten Versicherer wurden vor der erstmaligen Herausgabe ihres ESG-Ratings über ihr Ratingergebnis informiert und konnten auf sachliche Fehler hinweisen. Ergebnisse, die ausschließlich auf der initialen, unbeauftragten Bewertung beruhen, sind in der nachfolgenden Ergebnistabelle mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet und werden in der Legende näher erläutert.

„Der aktuelle Jahrgang zeigt, dass diese Unterschiede zwischen den Versicherern erheblich sind“, erklärt Geschäftsführer Michael Franke. Im Rating 2026 wurden insbesondere die Kriterien zur Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimarisiken und zur Steuerung der nachhaltigen Transformation geschärft. Dabei werden unter anderem konkrete Klimaziele, Maßnahmen und deren Umsetzung berücksichtigt. (mho)