IVFP SBU-Rating 2026
15.10.2026

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird zunehmend flexibler. Nachversicherungsgarantien werden ausgeweitet, Teilzeitklauseln gehören bei vielen Anbietern inzwischen zum Standard. Das zeigt das aktuelle SBU-Rating 2026 des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP). Insgesamt wurden 61 Tarife von 36 Versicherern anhand von knapp 100 Kriterien untersucht.
Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließt, muss häufig über Jahrzehnte hinweg auf einen passenden Versicherungsschutz vertrauen können. Entsprechend wichtig sind flexible Anpassungsmöglichkeiten. Laut dem aktuellen IVFP-Rating berücksichtigen immer mehr Versicherer zusätzliche Anlässe, bei denen Kunden ihre vereinbarte BU-Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen können. Dazu zählen neben klassischen Ereignissen wie Heirat oder Geburt eines Kindes zunehmend auch Gehaltssteigerungen.
Auch Teilzeitklauseln haben sich mittlerweile in einem Großteil der untersuchten Tarife etabliert. Sie sollen sicherstellen, dass Versicherte bei einer Reduzierung ihrer Arbeitszeit keine Nachteile bei der Beurteilung einer möglichen Berufsunfähigkeit erleiden.
Zahlreiche Tarife erhalten Bestnoten
Das IVFP untersuchte die BU-Tarife für sechs Berufsgruppen: kaufmännische Berufe, Selbstständige, Studierende, Auszubildende sowie medizinische und handwerkliche Berufe. Besonders viele Spitzenbewertungen erzielen die Serviceversicherer bei Studierenden. Hier erhalten 20 Tarife die Bestnote „Exzellent“, weitere 20 werden mit „Sehr gut“ bewertet. Bei Selbstständigen und Auszubildenden erreichen jeweils 15 Tarife die höchste Bewertung. Für medizinische und handwerkliche Berufe sind es jeweils 14, für kaufmännische Berufe 13. Bei den Direktversicherern fällt die Zahl der Bestbewertungen geringer aus. Für kaufmännische, medizinische und handwerkliche Berufe werden jeweils zwei Tarife mit „Exzellent“ ausgezeichnet. Bei Selbstständigen und Studierenden erreicht jeweils ein Tarif die Höchstnote.
Preis-Leistung bleibt wichtigstes Kriterium
Die Gesamtbewertung setzt sich aus vier Bereichen zusammen. Mit 50 Prozent hat das Preis-Leistungs-Verhältnis das größte Gewicht. Die Unternehmensqualität und die Flexibilität fließen mit jeweils 20 Prozent ein, Transparenz und Service mit zehn Prozent. Für das Rating 2026 hat das IVFP zudem seine Bewertungsmethodik überarbeitet. So wurde die Zahl der Musterfälle für den Beitragsvergleich reduziert und der Kriterienkatalog im Bereich Transparenz und Service gestrafft. Nach Angaben des Instituts hatten diese Anpassungen keine Auswirkungen auf die Gesamtnoten. Für Versicherungsmakler bietet das Rating eine Orientierung bei der Auswahl geeigneter BU-Tarife. Entscheidend bleibt jedoch, dass Versicherungsbedingungen, Nachversicherungsmöglichkeiten und Beiträge zur individuellen Lebens- und Berufssituation der Kunden passen.
Die vollständigen Ergebnisse des IVFP SBU-Ratings 2026 sind online abrufbar. (mho)

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