Nur jeder Fünfte will bisher Altersvorsorgedepot nutzen

25.06.2026

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Das von der Bundesregierung geplante staatlich geförderte Altersvorsorgedepot stößt in der Bevölkerung aktuell auf eine verhaltene Resonanz. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von flatex.

Demnach kann sich rund ein Drittel der Befragten grundsätzlich vorstellen, ein solches Depot zur Altersvorsorge zu nutzen (34,9 Prozent). Gleichzeitig lehnen 36,8 Prozent die Nutzung aktuell ab, während 28,3 Prozent noch unentschieden sind.

Noch deutlicher fällt das Bild bei der konkreten Nutzungsabsicht aus: Nur 19 Prozent der Befragten geben an, dass sie in den kommenden zwölf Monaten wahrscheinlich ein Altersvorsorgedepot eröffnen würden. Eine deutliche Mehrheit von 58,1 Prozent hält dies hingegen für unwahrscheinlich.

Die Ergebnisse zeigen darüber hinaus, dass die Unsicherheit in der Altersvorsorge insgesamt hoch ist. Nur rund ein Drittel der Befragten (33,4 Prozent) fühlt sich in Bezug auf die eigene finanzielle Situation im Rentenalter gut abgesichert, während 60,7 Prozent angeben, sich weniger oder überhaupt nicht sicher zu fühlen.

Ein möglicher Grund für die Zurückhaltung gegenüber dem neuen Modell ist die bislang begrenzte Bekanntheit: Nur 47,5 Prozent der Befragten haben bereits vom Altersvorsorgedepot gehört, während 44 Prozent angeben, damit nicht vertraut zu sein.

Auch bei der Bewertung der Attraktivität zeigt sich ein gemischtes Bild. Lediglich 27,1 Prozent halten das Altersvorsorgedepot für finanziell attraktiver als klassische Altersvorsorgeprodukte. 35,3 Prozent sehen dies nicht so, während 37,6 Prozent sich hierzu keine Einschätzung zutrauen.

Hinzu kommen grundlegende Vorbehalte gegenüber kapitalmarktbasierten Anlagen. Als wichtigste Gründe gegen Investments in ETFs nennen die Befragten ein zu hohes Risiko (32,7 Prozent), finanzielle Schwankungen (24,5 Prozent) sowie steuerliche Aspekte (22,5 Prozent).

Tobias Spreiter,  Head of flatex, sagt: „Die Ergebnisse zeigen sehr klar: Das Interesse am Altersvorsorgedepot ist grundsätzlich vorhanden. Gleichzeitig wird deutlich, dass viele Menschen aktuell noch unsicher sind, ob und wie sie ein solches Angebot tatsächlich nutzen wollen. Zwischen grundsätzlicher Offenheit und konkreter Entscheidung klafft derzeit noch eine Lücke.“

„Gerade der hohe Anteil an Unentschlossenen zeigt, dass potentiell noch viel mehr Menschen vom Altersvorsorgedepot profitieren könnten: Entscheidend wird sein, den Zugang so einfach, transparent und verständlich wie möglich zu gestalten und Vertrauen in kapitalmarktorientierte Altersvorsorge aufzubauen“, so Spreiter weiter. (mho)