PKV-Scoring: Nur vier Anbieter erzielen Bestnoten vor
27.08.2026

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In den Ergebnissen des PKV-Unternehmensscorings 2026 von Ascore Analyse erreichten von 32 bewerteten privaten Krankenversicherer vier die höchste Wertungsklasse. Während sich Bestands- und Erfolgskennzahlen positiv entwickeln, zeigen die Sicherheitskennzahlen einen rückläufigen Trend.
Die rückläufige Entwicklung im Bereich „Sicherheit“ hat sich im Geschäftsjahr 2025 auf weitere Kennzahlen ausgeweitet. So fielen die Bewertungsreserven der Versicherer im Jahr 2024 von -8,6 Mrd. Euro auf -15,5 Mrd. Euro im Jahr 2025, was einen negativen Anstieg von ca. 80% entspricht. Die Bewertungsreservequote, welche dem Quotienten der saldierten-Bewertungsreserven mit dem Kapitalanlagenbestand entspricht, sank hierbei von -2,32 % auf -4 %. Die stillen Lasten stiegen um ca. 21,1 % von 24,5 Mrd. auf 29,7 Mrd. Euro an. Diese Entwicklung zeigt sich auch in der Sicherheitsmittelquote wieder, welche von ca. 2,5 % im Jahre 2024 auf ca. 0 % im Jahr 2025 sank.
Auch die Eigenkapital- sowie die Quote der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB), welche dem Quotienten der erfolgsabhängigen Beitragsrückerstattung mit den verdienten Bruttobeiträgen der Versicherer entspricht, sanken von jeweils 15,05% sowie 30,7% im Jahre 2024 auf 14,03% und 27,72% im Jahre 2025. Letztere bedingt durch die gestiegenen der verdienten Bruttobeiträge bei ca. gleichbleibender erfolgsabhängiger RfB.
Die Netto-SCR-Quote, bereinigt um Volatilitätsanpassungen und Übergangsmaßnahmen, ist im Geschäftsjahr 2025 leicht von 382,98% auf 374,42% zurückgegangen, und bleibt somit auf einem stabilen Niveau. Insgesamt nutzen neun Versicherer im Jahr 2025 Volatilitätsanpassungen. Übergangsmaßnahmen kommen dagegen, wie bereits in den Vorjahren, lediglich bei einem Unternehmen zum Einsatz.
Im Segment „Erfolg“ zeigen die Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr eine leicht positive Entwicklung. Sowohl die Abschlusskostenquote als auch die Verwaltungskostenquote sind leicht zurückgegangen – um 0,17 bzw. 0,11 Prozentpunkte – und lagen im Geschäftsjahr bei 7,06 % bzw. 2,12 %. Die Schadenquote verringerte sich ebenfalls und sank von 83,53 % auf 83,16%.
Währenddessen stieg die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote um 0,65 Prozentpunkte von 7,01 % auf 7,66%. Die Entnahme zur Barausschüttung für die erfolgsabhängige RfB blieb auf einem konstanten Niveau, während die erfolgsabhängige Entnahme für andere Verrechnungszwecke deutlich von 3,5 Mrd. auf 2,8 Mrd. Euro zurückging und somit zu einer Erhöhung der Barausschüttungsquote von 4,44 Prozentpunkten führte.
Im Bereich der Kapitalanlagen erzielten die privaten Krankenversicherer insgesamt Erträge in Höhe von rund 13,2 Mrd. Euro – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 11,7 Mrd. Euro des Vorjahres. Die Aufwendungen für Kapitalanlagen stiegen dagegen von 1,9 Mrd. auf ca. 2,7 Mrd. Euro. Sowohl die Nettoverzinsung als auch die laufende Durchschnittsverzinsung konnten zulegen und stiegen um 0,06 sowie 0,25 Prozentpunkte auf 2,77 % bzw. 3,04 %.
Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 verzeichneten die Versicherer einen Anstieg der Bruttobeiträge um rund 8,3% – von 50,06 Mrd. Euro auf 54,26 Mrd. Euro.
Auch die Zahl der versicherten Personen entwickelte sich positiv und stieg um 2,21 % auf etwa 39.58 Mio. nach rund 38,72 Mio. im Vorjahr. Die Anzahl der Vollversicherten legte hingegen nur leicht zu: Sie erhöhte sich um etwa 0,4 % von 8,73 Mio. auf 8,77 Mio. Personen. (mho)

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