ZIA zur Kabinettsklausur

25.08.2026

ZIA-Hauptgeschäftsführerin Aygül Özkan. Foto: © ZIA

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) begrüßt, dass die Bundesregierung im Rahmen ihrer zweitägigen Kabinettsklausur die Themen Digitalisierung und Entbürokratisierung auch mit Blick auf das Thema Bauen in den Mittelpunkt stellt. Angesichts der anhaltenden Krise auf dem Wohnungsmarkt hat die Beschleunigung und Digitalisierung von Planungs- und Bauprozessen oberste Priorität. Die von Bundesbauministerin Verena Hubertz identifizierte „Überstandardisierung“ im Bauwesen gilt es dringend zu überprüfen und zu reduzieren, um beim Bauen wieder einfacher, schneller und günstiger zu werden. Der ZIA bemängelt in diesem Zusammenhang, dass der schon seit langem angekündigte Gesetzesentwurf zum Gebäudetyp E nach wie vor fehlt.

Die Ankündigung von Ministerin Hubertz, im Herbst ein Konzept für die seit langem diskutierte Bundeswohnungsbaugesellschaft vorzulegen, bewertet der ZIA grundsätzlich positiv. Die Immobilienwirtschaft unterstützt alle Maßnahmen, die zusätzlichen Wohnungsbau ermöglichen und den Markt stärken. Entscheidend ist jedoch, dass eine Bundeswohnungsbaugesellschaft nicht in Konkurrenz zu privaten Projektentwicklern tritt. Ihr Auftrag sollte vielmehr darin bestehen, Investitionen zu erleichtern, Risiken zu reduzieren und so privates Kapital gezielt für mehr Wohnungsbau zu mobilisieren.

Sowohl beim Konzept der Bundeswohnungsbaugesellschaft als auch bei der Überarbeitung von Bau- und Planungsstandards appelliert der ZIA deshalb dringend an die Bundesregierung und insbesondere an die Bundesbauministerin, die Expertise der Branche frühzeitig und umfassend miteinzubeziehen.

„Wir brauchen eine Wohnungspolitik, die schnell und zielgerichtet Lösungen bringt“, betont Aygül Özkan, Hauptgeschäftsführerin des ZIA. „Dafür ist jetzt ein enger und intensiver Austausch zwischen den Akteuren, die täglich Wohnraum schaffen und verwalten, und der Politik unabdingbar. Wir stehen dafür bereit.“ (mho)