Sachwertanlagen bleiben wichtige Säule im Bankenvertrieb 2026

29.01.2026

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Private Banker setzen auch 2026 auf Sachwertanlagen in ihrem Angebotsportfolio. Besonders gefragt sind Wohn- und Logistikimmobilien in Deutschland sowie Energie- und Verkehrsinfrastruktur. Das geht aus der Umfrage „Zukunft von Sachwertanlagen im Private Banking 2026“ hervor, die im November und Dezember 2025 von RUECKERCONSULT, Edelstoff Media – Private Banking Magazin – und Scope in Kooperation mit der Quadoro Investment GmbH und der EB – Sustainable Investment Management GmbH (EBSIM) durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen 43 Private Banking Einheiten teil, überwiegend aus Vermögensverwaltungen, Privatbanken und Wealth Management Bereichen.

Demnach stehen Werterhalt und Diversifikation bei den Anlagezielen klar im Vordergrund, gefolgt von der Gesamtrendite (IRR). Die Mehrheit der Befragten erwartet Mindestrenditen zwischen 4 und 5 Prozent bei Immobilieninvestments und zwischen 5 und 7 Prozent bei Infrastrukturanlagen. Die Entwicklung der Kundennachfrage nach Immobilien und Infrastruktur fällt heterogen aus - die Antworten reichen von Rückgang bis hin zu Wachstum. Insgesamt lässt sich eine stabile Nachfrage ableiten. Dies deckt sich mit den Angaben zum platzierten Kapital der vergangenen 12 Monate: 40 Prozent melden ein leicht gestiegenes Volumen, 38 Prozent ein konstantes und 12 Prozent einen Rückgang.

Über 90 Prozent der befragten Banken bieten Kunden Anlagen im Bereich Private Markets an, davon 92 Prozent Immobilienprodukte.Werterhalt (78 %), Diversifikation (62 %) und Gesamtrendite/IRR (57 %) zählen zu den wichtigsten Anlagezielen.

Immobilienanlagen: Strukturen, Nutzungsarten und Regionen

Direktinvestments (65 %) werden am häufigsten angeboten. Indirekte Anlagen über geschlossene sowie offene semi-liquide Strukturen (je 57 %) folgen. ELTIFs, ETFs und Aktienfonds werden von rund 20 Prozent der Banken eingesetzt. Auf Produktebene dominieren Wohnimmobilien in Deutschland (73 %), gefolgt von Büro- und Logistikimmobilien in Deutschland und Europa. US-amerikanische Büro- und Wohnimmobilien werden ebenfalls von einem Teil der Banken berücksichtigt.

Infrastruktur: Breites Angebot und vielfältige Anlageschwerpunkte

68 Prozent der Befragten bieten ihren Kunden die Möglichkeit, sich an Infrastruktur-Produkten zu beteiligen. Am häufigsten kommen offene semi-liquide Vehikel (58,8 %), gefolgt von geschlossenen Strukturen (47,1 %) zum Einsatz; ergänzend nutzen einige Banken auch ELTIFs (35,5 %). Die Nachfrage verteilt sich auf eine breite Palette von Nutzungstypen – mit einem deutlichen Fokus auf Energie-, Verkehrs-, Daten- und Ladeinfrastruktur.