Sachwertanlagen bleiben wichtige Säule im Bankenvertrieb 2026

29.01.2026

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Private Debt und Private Equity

Private-Debt-Anlagen werden von 68 Prozent der Banken angeboten, vorwiegend über offene semi-liquide und geschlossene Strukturen. Private-Equity-Investments bieten 84 Prozent der Befragten an, häufig über geschlossene Strukturen, semi-liquide Vehikel sowie ELTIFs.

Erstanbieter: Ausweitung der Produktpalette geplant

Dreizehn Banken, die bislang keine Sachwertanlagen anbieten, planen künftig den Einstieg. Sieben Institute möchten Immobilienprodukte in ihr Portfolio aufnehmen – darunter Direktanlagen sowie offene semi-liquide und geschlossene Vehikel. Ebenfalls sieben Banken beabsichtigen, erstmals Infrastrukturangebote bereitzustellen, vorzugsweise offene semi-liquide Strukturen oder ELTIFs. Vier Banken planen Angebote im Bereich Private Debt, fünf im Bereich Private Equity.

Renditeanforderungen

Die befragten Banken nennen folgende Mindestrenditen (IRR), damit ein Produkt in den Vertrieb aufgenommen wird:

·         Immobilien: am häufigsten 4–5 % IRR

·         Infrastruktur: 5–7 % IRR

·         Private Debt: 5–10 % IRR

·         Private Equity: überwiegend > 7 % IRR

Zurückhaltung bei der Empfehlung von Plattformen

Nur 25 Prozent empfehlen externe Handelsplattformen, wenn keine passenden Produkte verfügbar sind – darunter Comdirect, Moonfare, Privatize und S-Broker.

Entscheidungsprozesse und Digitalisierung

83 Prozent der Befragten geben an, dass der Vorstand die finale Entscheidung über die Produktaufnahme trifft. Der Bereich Private Banking ist in den Entscheidungsprozess in 83 Prozent der Fälle eingebunden und der Bereich Produktmarketing zu 50 Prozent.

Der Digitalisierungsgrad steigt: Bei knapp 60 Prozent der Banken ist der Vertriebsprozess teilweise oder vollständig digitalisiert. Die dwpbank wird als wichtigste Abwicklungs- und Lagerstelle genutzt, gefolgt von Attrax, DAB und FIL Fondsbank. (mho)