Stoff für Aktienmarkt – Volatilität gibt es genug

29.08.2025

Robert Greil. Foto: © Merck Finck

Am 1. September startet der saisonal schwächste und berüchtigte Börsenmonat: „Der seit April sinkende Volatilitätstrend an den Aktienmärkten – mittlerweile liegt die damit gemessene Marktnervosität rund um ein Viertel unter dem Langfristschnitt – könnte im September ein jähes Ende finden“, meint Robert Greil.

Der Chefstratege von Merck Finck: „Mit dem September beginnt am Montag nicht nur der saisonal schwächste Börsenmonat, vielmehr bringt er eine Reihe von Risiken für die noch recht gechillt wirkenden Aktienmärkte mit sich.“ Greil weiter: „Von den Regierungskrisen in zwei der fünf größten Euroländer bis hin zu Donald Trumps immer weiter verunsichernder Politik inklusive der zentralen Notenbanksitzung der Fed am 17. September mit der wohl ersten US-Leitzinssenkung dieses Jahr hat dieser Monat auch dieses Jahr einiges an Sturmpotential zu bieten – wobei die meisten Unternehmen weiterhin gut verdienen, was ihre Aktienkurse unterstützt.“ Sein Fazit: „Breit diversifiziert investiert bleiben – um von positiven Trends bei möglichst guter Risikoabsicherung weiter profitieren zu können.“

Auch datentechnisch geht es in der ersten Septemberwoche gleich richtig los: In den USA stehen am Dienstag und Donnerstag die richtungsweisenden „ISM“-Einkaufsmanagerberichte für August und dazwischen die Industrie-Auftragseingänge für Juli an, gefolgt vom Arbeitsmarktbericht für August am Freitag.

Wie für die USA stehen auch in Europa und Deutschland die finalen S&P-Einkaufsmanagerberichte an. In der Eurozone wird der Fokus zudem am Dienstag auf den vorläufigen Inflationsdaten für August liegen, nach dem Juli-Arbeitsmarktbericht am Montag und vor den Produzentenpreisen am Mittwoch.

Am Donnerstag folgen die Einzelhandelsumsätze vom Juli und am Freitag eine weitere ‚Schätzung des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal. In Deutschland dürfte der Hauptfokus auf den Industrieaufträgen vom Juli liegen, die am Freitag publiziert werden. Und in Großbritannien kommen vor allem ebenfalls am Freitag die Juli-Einzelhandelsumsätze. (fw)