Urlaubsbarometer 2026: Fernweh trifft Sicherheitsdenken
29.04.2026

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Trotz bewaffneter Konflikte und steigender Kosten bleibt die Reiselust in Deutschland ungebrochen. Das zeigt die 25. Ausgabe des Europ Assistance Urlaubsbarometers, eine internationale Studie zu Reiseplänen und -trends. Sicherheit und Kosten sind 2026 die zentralen Entscheidungskriterien, wenn es um Urlaubsreisen geht.
Nach den Rekordwerten des Vorjahres haben sich die Reiseabsichten im Jahr 2026 auf einem hohen Niveau stabilisiert. Weltweit freuen sich 8 von 10 Befragten auf Urlaubsreisen in diesem Jahr – so auch in Deutschland. Rund 75 % der Deutschen bezeichnen sich weiterhin als reisebegeistert, 40 % sogar als „sehr begeistert“. In Zeiten, in denen Kriege, geopolitische Spannungen und steigende Kosten den Alltag prägen, bleibt der Urlaub ein wichtiger Fixpunkt. Der im letzten Jahr erreichte Höchststand bleibt also stabil - trotz eines instabilen globalen geopolitischen Umfelds und trotz der weiterhin weltweit hohen Lebenshaltungskosten. Die Hälfte der europäischen Reisenden plant sogar ihr Urlaubsbudget im Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen.
Reisen ja, Risiko nein
Der Wunsch nach Schutz ist hoch: 55 % der Deutschen sichern sich durch den Abschluss einer Reiseversicherung ab. Besonders der Verlust persönlicher Gegenstände, Unfälle oder Pannen sowie Krankheitsfälle sind abgedeckt, um eine Auszeit ohne Sorgen sicherzustellen, bei der im Ernstfall schnelle Hilfe gewährleistet ist.
„Aufbauend auf den Rekordwerten des Vorjahres ist die Reiselust trotz schwieriger Abwägungen und der weiterhin hohen Lebenshaltungskosten, die weltweit eine zentrale Rolle spielen, ungebrochen. Was sich jedoch verändert, ist die Reiselandschaft selbst. Sicherheitsaspekte beeinflussen die Wahl des Reiseziels immer stärker und Risikobewertungen bestimmen zunehmend die Entscheidungen. Gleichzeitig ist künstliche Intelligenz für einen wachsenden Anteil der Reisenden weltweit zu einem echten Planungsinstrument geworden und verzeichnet insbesondere in Schwellenländern und Wachstumsmärkten ein rasantes Wachstum.“, sagt Virginie Babinet, CEO Travel Insurance & Assistance bei Europ Assistance.
Wohin geht die Reise?
Mehr als ein Drittel der reisefreudigen Deutschen (31 %) plant einen Urlaub im Inland. Bei denen, die es ins Ausland zieht, sind die Mittelmeer-Klassiker am beliebtesten: Italien (14 %) Spanien (14 %) Griechenland (9 %) Damit liegt Deutschland im europäischen Trend, der Italien, gefolgt von Spanien, Frankreich und Griechenland als die weltweit beliebtesten Ziele bestätigt. Die stärksten Faktoren bei der Wahl des Reiseziels sind das Wetter, bereits einmal dort gewesen zu sein und die Sicherheit vor Ort. Das wird auch durch die idealen Urlaubsziele unterstrichen – während 18 % in die Berge, 19 % aufs Land und 25 % in eine Stadt wollen, zieht es deutliche 68 % ans Meer (Mehrfachnennung möglich).
Höhere Urlaubskosten werden erwartet
Das geplante Urlaubsbudget in Deutschland liegt 2026 bei durchschnittlich 2.307 Euro. Damit übersteigen die geplanten Ausgaben klar den europäischen Schnitt von 2.089 Euro. Auch wenn das durchschnittliche Reisebudget im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist – 2025 lag es bei 2.380 Euro – rechnen 44 % der Befragten mit leicht bis wesentlich höheren Ausgaben. Finanzielle Gründe sind außerdem der Hauptfaktor dafür, den Sommerurlaub auszulassen. (mho)

Auch in 2025 kaum Vermittlerbeschwerden









