Continentale-Studie 2026: Erhebliches Potenzial in der betrieblichen Vorsorge

28.07.2026

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Betriebliche Vorsorgeangebote sind zu wenig verbreitet und werden zu selten genutzt. Das belegt die Continentale-Studie 2026 „So versichert sich Deutschland: Zwischen Klassikern, Trends und blinden Flecken“. Sie zeigt nicht nur bedeutende Defizite in der Vorsorge auf, sondern auch in der Information. Für Vermittler ergeben sich daraus vielfältige Anknüpfungspunkte in der Beratung privater und gewerblicher Kunden.

Bemerkenswert ist: Nur knapp die Hälfte der Berufstätigen in Deutschland profitiert von betrieblichen Vorsorgelösungen. „Dabei lohnt sich die Absicherung über den Arbeitgeber. Denn sie bietet einen einfachen Zugang zu wichtigem Versicherungsschutz, günstige Konditionen und weitere finanzielle Vorteile“, sagt Jürgen Wörner, Vorstand Vertriebspartnerbetreuung und Kundendienst bei der Continentale Versicherung. Vor allem hilft sie, Lücken in der existenziellen Vorsorge zu schließen. Und die sind in Deutschland groß, wie die repräsentative Befragung der Continentale zeigt.

Am verbreitetsten ist mit 37 Prozent die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Allerdings bedeutet das im Umkehrschluss: Millionen Beschäftigte in Deutschland können gegenwärtig nicht mit einer betrieblichen Rente rechnen. Dazu Jürgen Wörner: „Das Betriebsrentenstärkungsgesetz sollte der bAV neuen Schwung verleihen. Doch insbesondere in kleinen und mittelgroßen Unternehmen besteht weiterhin großer Nachholbedarf.“

Noch schlechter sieht es bei weiteren Risiken aus. Nur 13 Prozent der Befragten genießen Unfallschutz über ihren Arbeitgeber. Eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) besitzen lediglich 11 Prozent. „Die aktuelle GKV-Reform dürfte der bKV zusätzlichen Rückenwind verleihen“, so Jürgen Wörner. „Höhere Zuzahlungen bei Medikamenten, geringere Festzuschüsse beim Zahnersatz sowie Leistungskürzungen für gesetzlich Versicherte machen den Mehrwert der betrieblichen Gesundheitsvorsorge noch deutlicher.“

In puncto Versicherung gegen Berufsunfähigkeit (bBU) könnten Betriebe ebenfalls noch nachlegen. Nur 8 Prozent der Berufstätigen sind betrieblich gegen den Verlust ihrer Arbeitskraft abgesichert, also weniger als jeder Zehnte. Punkten könnten Arbeitgeber insbesondere bei 18- bis 29-Jährigen. Wie die Continentale-Studie zudem ergibt, sehen junge Menschen– mehr als ältere Befragte – eine BU-Versicherung als unverzichtbar an.

Eine weitere Erkenntnis der Umfrage: Etwa die Hälfte der Unternehmen sehen entweder keine betriebliche Vorsorge vor oder die Beschäftigten wissen nichts davon. Viele Berufstätige können gar nicht sicher einschätzen, welche Absicherungsmöglichkeiten es in ihrem Unternehmen gibt.

Insgesamt verdeutlicht die Studie: Im Segment der betrieblichen Vorsorge bestehen nach wie vor erhebliche Vertriebschancen. Vermittler, die den Nutzen betrieblicher Zusatzleistungen verständlich erklären, umfassend dazu informieren und passende Versorgungslösungen gestalten, erhöhen ihre Erfolgsaussichten spürbar. (mho)

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