Corify macht Risikoplatzierung für Industrieversicherungen digital

07.09.2026

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Mit Risk Placement erstellen Versicherungsmakler ab sofort die vollständige Deckungsanforderung zum strukturierten Risikoprofil des Kunden und richten sie standardisiert an den Markt. Versicherer erhalten eine eigene Sicht auf die für sie bestimmte Platzierung, prüfen Risiko und Deckung und geben dort ihr Angebot ab; auf dessen Basis verhandeln beide Seiten anschließend Position für Position im selben System. Damit läuft der Marktprozess in der Industrieversicherung erstmals durchgängig bis zum Abschluss auf einem Marktplatz, statt sich über E-Mail, Excel und PDF zu verteilen.

Die Platzierung von Industrierisiken ist heute häufig mit erheblichem manuellem Aufwand verbunden. Risikoinformationen werden aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen, für die Platzierung neu aufbereitet und über E-Mails, Dateien und Versionen verteilt.

Corify setzt bereits bei der Erfassung an: Risikoinformationen werden strukturiert und standardisiert aufbereitet und zentral gepflegt. KI unterstützt dabei, vorhandene Informationen zu importieren und in den gemeinsamen Datenstandard zu überführen. Der Makler prüft und ergänzt die Daten, bündelt die für die jeweilige Sparte relevanten Risiken und verbindet sie mit den Deckungsanforderungen, etwa Wordings, Klauseln, Summen, Selbstbehalten und Sonderregelungen. Diese Datengrundlage kann anschließend direkt für die Platzierung genutzt werden.

„Bei einer komplexen Platzierung ist entscheidend, dass alle Beteiligten jederzeit wissen, was gerade gilt. Risk Placement schafft genau diese Verbindlichkeit – vom Risikodatensatz bis zum verhandelten Angebot“, sagt Artur Reimer, CEO von Corify.

Industrieversicherer erhalten direkten Zugriff auf die an sie gerichteten Platzierungen. Sie können Risikoinformationen und Deckungsanforderungen einsehen, relevante Daten für die eigene Bewertung herunterladen und ihr Angebot strukturiert abgeben. Abweichungen zur Anfrage des Maklers werden transparent dargestellt und können direkt auf Ebene der einzelnen Position verhandelt werden. Änderungen und Dokumente bleiben über den gesamten Verlauf nachvollziehbar.

Versicherer können dafür direkt im Corify-Marktplatz arbeiten oder die strukturierten Daten über Schnittstellen in ihre bestehenden Underwriting- und Bestandssysteme übernehmen. So lässt sich Risk Placement sowohl unmittelbar im Marktplatz nutzen als auch in die bestehende Systemlandschaft des Versicherers integrieren.

„Bisher haben Makler und Versicherer nebeneinander digitalisiert, aber nicht miteinander. Risk Placement ist der erste Ort, an dem beide Seiten am selben Datensatz verhandeln. Das verändert, wie Industrierisiken platziert werden“, sagt Sebastian Langrehr, VP Sales der Hypoport InsurTech AG.

Auf Maklerseite laufen alle Schritte der Platzierung zentral zusammen. Status, Aufgaben und Änderungen zeigen jederzeit, wo die einzelnen Verhandlungen stehen. Sind alle Positionen vereinbart, bestätigt der Makler die Platzierung im Marktplatz und kann eine vorläufige Deckungsbestätigung anfragen. Der Versicherer bestätigt die Platzierung anschließend ebenfalls. Damit ist der vereinbarte Stand eindeutig dokumentiert und für beide Seiten nachvollziehbar.

Zum Start steht Risk Placement für die Sparte Sach zur Verfügung. Weitere Sparten werden bereits parallel vorbereitet und schrittweise verfügbar gemacht. „Wir müssen die Platzierung nicht für jede Sparte neu entwickeln, sondern können weitere Sparten auf Basis unseres generischen Datenmodells parallel abbilden. Dadurch können wir Risk Placement zügig auf weitere Bereiche der Industrieversicherung ausweiten.“, sagt Dominik Gorsler, Senior Advisor Product Strategy bei Corify. Auch funktional wird Risk Placement weiter ausgebaut. Als nächste Schritte folgen unter anderem die Abbildung von Konsortien sowie die Übergabe der vereinbarten Platzierung in die Bestandsführung. (mho)