Das aktuelle bAV-Direktversicherungsrating 2026
21.07.2026

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Die betriebliche Altersversorgung (bAV) gilt als das attraktivste Instrument zum Aufbau einer kapitalgedeckten Altersvorsorge“. Ein Satz, der so alt ist wie die bAV selbst. Aber was genau macht die bAV attraktiv, was hat sich geändert? Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat in seinen Archiven gekramt und zurückgeblickt, was sich in den vergangenen fünf Jahren in der bAV so getan hat.
Vergleicht man beispielsweise fondsgebundene Alttarife mit den aktuell gültigen so zeigt sich, dass moderne Anlageinstrumente mehr und mehr im Angebot sind. Rebalancing, Ablaufmanagements oder die Vielfalt in der Fondsanlage werten die Entscheidungsmöglichkeiten für den Verbraucher auf. In der Geldanlage selbst sind die Renditewerte in den Musterfallberechnungen eher unter Druck geraten. Verwunderlich ist das angesichts der mauen Zinssituation aber nicht.
Die stetigen Verbesserung in der Flexibilität bei der Vertragsgestaltung oder auch bei der Digitalisierung lassen sich für den gesamten Markt der Altersvorsorge beobachten, sind also nicht bAV-spezifisch.
Neben Anpassungen bei den bekannten Fördermöglichkeiten bemüht sich der Markt vor allem um eine Reduzierung der Komplexität in der bAV. Der GDV schlägt ein standardisiertes bAV-Basisprodukt vor, mit reduzierter Komplexität und damit mit einer spürbaren Entlastung der Arbeitgeber.
Für Makler würde sich dies vielleicht sogar positiv auswirken, so ist die Sorge vor rechtlicher Komplexität, Haftungsangst, lange Beratungs- und Administrationsstrecken, Nachbetreuungspflichten und oft schwierige Arbeitgeberkommunikation groß. Dennoch bleibt es nicht aus, sich fachlich sehr kompetent auf das Thema bAV vorzubereiten – hier können unabhängige Ratings und Beratungstools wesentlich unterstützen.
Auf Anbieterseite vollzieht sich die Komplexitätsvermeidung auf Produktebene. Die Anzahl an Comfort-Tarifen liegt in der bAV bei über 25 Prozent der angebotenen Tarife und ist damit ungleich höher als bspw. in der Privatrente. „Diese Anlagekonzepte, deren komplettes Management der Versicherer übernimmt, helfen aus Sicht des IVFPs in der Beratung, um Arbeitgebern wie Arbeitnehmern etwas die Scheu zu nehmen,“ so Georg Goedeckemeyer, Leiter Rating beim IVFP. (mho)

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