Der Immobilienmarkt im Jahr 2017
09.01.2017

Was bringt das neue Jahr für die Immobilienmärkte? ©lassedesignen fotolia.com
- Und die Risiken? Die werden auch in 2017 nicht abnehmen, die Sensibilisierung nimmt weiter zu. Zu nennen sind dabei die geopolitische Lage, und hier zuallererst die Zukunftsfähigkeit der europäischen Idee. Klar ist auch, dass wir erst nach der Inauguration des neuen amerikanischen Präsidenten am 20. Januar abschätzen können, wie sich das Investitionsverhalten des amerikanischen Kapitals auf Kontinentaleuropa und auch auf Deutschland mittelfristig auswirken wird. Kommt das milliardenschwere US-amerikanische Investitionsprogramm wird weniger Kapital nach „overseas“ fließen. Auch wird die britische BREXIT Diskussion weiter mit messbaren Wirkungen auf sich warten lassen. Frankfurt sind gleichwohl in der „Verlagerungsdiskussion“ gute Chancen einzuräumen.
- Ferner ist für Europa (Italien, Niederlande, Frankreich und Norwegen) und vor allem für Deutschland ein bedeutendes Wahljahr: dies kann zu zwei Richtung führen: massive Vorzieheffekte mit entsprechende hoher Dynamik aufgrund einer vermeintlichen Verschlechterung der Lage für Immobilien (Grundsteuerreform, Grunderwerbsteuererhöhung, ENEV 2017, Ende share deals etc.) oder eine „frozen period“, d. h. dem Aufschieben von Entscheidungen aufgrund der „Wahlgeschenke“ im Wettstreit der Parteien (Wiedereinführung der degressiven Afa, Wohnbauprogramme, „bezahlbares Wohnen“ etc.). Klar ist, dass in dieser Phase der Beratungsbedarf für Kunden in Q2 2017 am höchsten sein wird.
- Auf der Objektebene wird der Drang zu serviced appartment aber auch zu Lösungen der Verdichtung und Bezahlbarkeit des Wohnens weiter zunehmen. „Bezahlbares Wohnen“ wird erstmals in diesem Jahr eine messbare Größe am Markt darstellen. Keine Rückgänge sind im Segment Mieten/Neubau zu erwarten. Die Anzahl der aktuellen Co Working Objekte wird sich eher beruhigen hier driftet das Angebot in Berlin, Hamburg und Frankfurt langsam auf eine vorübergehende Marktsättigung.
- Digitalisierung wird auch weiter mehr einen Prozess beschreiben, denn eine Lösungsvorlage: Die Versuche von sog. Proptech werden weiterhin anhalten, eine echte disruptive Veränderung der Branche – basierend auf Marktstandards – ist weniger zu erwarten. Gleichwohl sollte die Sensibilisierung dieser Thematik weiter wachsen und Blockchain, automatisierte Prozesse und App Steuerung in die Strategierunden der Immobiliengesellschaften Einzug halten.
Marktausblick von Catella
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