Generali startet Investitionsprogramm für KMU
20.07.2026

Foto: Philippe Donnet, CEO, Generali Group © Generali
Die Generali startet das European Sovereignty Program, ein Investitionsprogramm, das darauf abzielt, die Widerstandsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu stärken, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu unterstützen und nachhaltiges Wachstum zu fördern – ganz im Einklang mit den strategischen Prioritäten der Europäischen Union. Die Initiative umfasst ein Gesamtvolumen von 300 Mio. Euro und verfolgt einen diversifizierten Ansatz über die wichtigsten Anlageklassen hinweg, wobei Eigenkapital- und Fremdkapitalinstrumente sowie börsennotierte und private Investitionen kombiniert werden.
Ziel ist es, Innovationen zu unterstützen, europäische Wertschöpfungsketten zu stärken und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu fördern, um langfristig zur Entwicklung einer widerstandsfähigeren und autonomeren Wirtschaft beizutragen.
Das Programm wird als Dachfonds strukturiert sein und die spezifische Expertise der Unternehmen innerhalb der Generali Investments Holding (GIH) nutzen. Insbesondere wird Generali AM für die Bereiche Private-Equity- und Infrastruktur-Beteiligungen sowie Direktkredite verantwortlich sein, während Sycomore AM den Bereich verwalten wird, der sich auf börsennotierte Aktienmärkte konzentriert. Geografisch werden die Investitionen hauptsächlich auf Kontinentaleuropa ausgerichtet sein, mit besonderem Schwerpunkt auf Italien, Frankreich und Deutschland.
Philippe Donnet, Group CEO der Generali, sagt dazu: „Das neue Investitionsprogramm der Generali Group bekräftigt unser Engagement für die Unterstützung des Wachstums der europäischen Realwirtschaft in einer Zeit zunehmender geopolitischer Unsicherheit. In unserer Rolle als verantwortungsbewusster Versicherer und Investor kann Generali langfristiges Kapital mobilisieren, um Projekte zu unterstützen, die konkret zur Widerstandsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Autonomie Europas beitragen. Mit dieser Initiative bekräftigen wir das Engagement unserer Gruppe, ihr Fachwissen und ihre Investitionskapazitäten in den Dienst Europas zu stellen, um ein solideres, innovativeres und nachhaltigeres Wachstum zu generieren.“
Luca Cetrano, Group Chief Investment Officer der Generali, ergänzt: „Das ‚European Sovereignty Program‘ ermöglicht es uns, Kapital in Schlüsselbranchen zu lenken, die die Widerstandsfähigkeit, strategische Autonomie, wirtschaftliche Unabhängigkeit und das nachhaltige Wachstum des Kontinents fördern. Durch eine Kombination aus Investitionen in öffentliche und private Vermögenswerte, im Einklang mit dem disziplinierten Ansatz und den Rahmenbedingungen für verantwortungsbewusstes Investieren der Gruppe, wollen wir Unternehmen, KMU und Infrastruktur den Zugang zu langfristiger Finanzierung erleichtern und so zur Entwicklung widerstandsfähigerer und innovativerer industrieller Wertschöpfungsketten beitragen.“ (mho)
Filippo Casagrande, Chief of Investments bei Generali Investments, fügt hinzu: „Generali Investments bündelt die Fachkompetenzen seiner Vermögensverwaltungsplattform, um die Chancen zu nutzen, die sich aus der Stärkung der europäischen Souveränität ergeben – und zwar durch einen integrierten und komplementären Anlageansatz. Die von uns identifizierten Strategien ermöglichen es uns, in verschiedene, sich gegenseitig verstärkende Anlageklassen zu investieren: von börsennotierten Aktien mit besonderem Schwerpunkt auf KMU in strategischen Sektoren über Direktkredite für KMU, die Europas industrielle Wertschöpfungsketten unterstützen, bis hin zur Auswahl spezialisierter Private-Equity- und Infrastruktur-Manager. Unser Ziel ist es, Kapital in Schlüsselbereiche wie die Energiewende, Digitalisierung, Cybersicherheit, künstliche Intelligenz und die Stärkung kritischer Wertschöpfungsketten zu lenken.“
Die Initiative kommt zu einer Zeit, in der Europa vor tiefgreifenden geopolitischen und wirtschaftlichen Umbrüchen steht, weshalb die Stärkung seiner strategischen Autonomie und der Sicherheit seiner Wertschöpfungsketten oberste Priorität hat. In diesem Zusammenhang und im Einklang mit den Empfehlungen aus den Berichten von Draghi und Letta zur Zukunft der europäischen Wettbewerbsfähigkeit sind Investitionen in die Unabhängigkeit bei Energie und anderen Rohstoffen sowie in kritische Infrastruktur, digitale Transformation und technologische Innovation von entscheidender Bedeutung.
Darüber hinaus ist der Beitrag von privatem Kapital unerlässlich, um öffentliche Mittel zu ergänzen und die Finanzierungslücke zu schließen, insbesondere für KMU, die das Rückgrat des europäischen Produktionssystems bilden, aber weiterhin Schwierigkeiten beim Zugang zu langfristigem Kapital haben. Im Rahmen des European Sovereignty Program leistet die Generali einen Beitrag zu diesen Bemühungen über eine spezielle Investitionsplattform, die Investitionen vorrangig in KMU lenkt, den Zugang zu langfristigem Kapital erleichtert und die Widerstandsfähigkeit der europäischen industriellen Wertschöpfungsketten stärkt. Das Programm gewährleistet Autonomie bei Entscheidungen zur Vermögensallokation im Einklang mit den festgelegten strategischen Prioritäten und steht voll und ganz im Einklang mit den Rahmenbedingungen der Gruppe für verantwortungsbewusstes Investieren.
Die Initiative ist Teil des umfassenden Engagements der Generali Group zur Unterstützung der Realwirtschaft und stellt eine konsequente Weiterentwicklung früherer Programme dar, darunter den 2021 gestarteten Fenice 190-Plan, mit dem insgesamt 3,5 Mrd. € zur Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung Europas nach der Covid-Pandemie mobilisiert wurden. (mho)

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