GrüneRente wird zu „ZweiZukünfte“:
22.06.2026

Foto: Volker Bohn, Generalbevollmächtigter unabhängige Vertriebspartner bei der Stuttgarter Lebensversicherung © Stuttgarter
Die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. stellt ihr nachhaltigkeitsorientiertes Vorsorgekonzept neu auf: Die bislang als Produktfamilie vermarktete GrüneRente wird künftig als Option „ZweiZukünfte“ angeboten. Damit wird nachhaltigkeitsorientierte Vorsorge nicht mehr als eigenes Produkt, sondern als Ausprägung innerhalb der bestehenden Vorsorgelösungen positioniert. Zugleich führt Die Stuttgarter mit ZweiZukünfte ein neues Beratungsnarrativ ein, das finanzielle Sicherheit und Zukunftsfähigkeit miteinander verbindet. Als Option fällt die Entscheidung für nachhaltigkeitsorientierte Vorsorge an den Punkt im Beratungsgespräch, an dem wesentliche Fragen zu beispielsweise Risikoprofil und -tragfähigkeit bereits geklärt sind.
Auslöser für die Weiterentwicklung sind weitergehende regulatorische Anforderungen an nachhaltigkeitsbezogene Produkte. Gleichzeitig soll die Beratung für Vertriebspartner wie für Kundinnen und Kunden einfacher und verständlicher werden. „Wir verabschieden uns nicht von der GrüneRente, sondern denken sie konsequent weiter“, sagt Volker Bohn, Generalbevollmächtigter für unabhängige Vertriebspartner der Stuttgarter. „Mit ZweiZukünfte wird nachhaltigkeitsorientierte Vorsorge zur wählbaren Option, die so noch leichter in jedes Beratungsgespräch integriert werden kann.
Bislang trat die GrüneRente im Markt als Vorsorgekonzept auf. Ab sofort wird daraus „ZweiZukünfte“: eine nachhaltigkeitsorientierte Option, die in vier Anlagekonzepten – classic, comfort+, performance+ und alpha+ – sowie der privaten und betrieblichen Altersvorsorge gewählt werden kann. Die inhaltliche Ausrichtung bleibt dabei erhalten. Die Stuttgarter hält in ihrem Sicherungsvermögen an definierten Ausschluss- und Positivkriterien für verantwortungsvolle Kapitalanlagen fest und baut auf den Strukturen auf, die mit der GrüneRente etabliert wurden. Bei alpha+ ist das Vertragsguthaben vor Rentenbeginn vollständig in Fonds angelegt. Für die Anlage in den Fonds stellt Die Stuttgarter ihren Kunden für die Option ZweiZukünfte eine Auswahl an Fonds im Fondsuniversum zur Verfügung, die soziale oder ökologische Kriterien berücksichtigen.
Neu ist die Form: ZweiZukünfte steht als Zusatzentscheidung am Ende einer sorgfältigen Bedarfs- und Konzeptberatung. „Der Kern bleibt gleich, was sich mit ZweiZukünfte ändert, ist die Art, wie wir nachhaltigkeitsorientierte Vorsorge in unsere Produktwelt integrieren.“
Mit ZweiZukünfte führt Die Stuttgarter ein neues Narrativ in die Beratung ein: die Idee der zwei Zukünfte. Altersvorsorge richtet den Blick immer auf das persönliche Morgen, die erste Zukunft: finanzielle Sicherheit im Alter, passend zu Lebenssituation, Zeitrahmen und Risikoneigung. „Wer vorsorgt, trifft aber immer auch eine Entscheidung, wie Geld wirken soll“, erläutert Volker Bohn. Mit der Option „ZweiZukünfte“ kann das persönliche Morgen mit der Verantwortung für die Welt, in der wir gemeinsam leben werden, verbunden werden.
In der Beratung bedeutet das: Zuerst werden Risikobereitschaft, die finanziellen Verhältnisse sowie Kenntnisse und Erfahrungen der Kundin oder des Kunden geklärt. Dann folgt die Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenz. Insgesamt wird damit die Basis für die jeweilige Ausrichtung des Altersvorsorgevertrages geschaffen. Wenn dann entschieden wird, wie die Anlage der Sparbeiträge erfolgen soll, fällt die Entscheidung für oder gegen ZweiZukünfte. „Wir wollen, dass die Nachhaltigkeitspräferenzfrage dort gestellt wird, wo sie für Kundinnen und Kunden am meisten Sinn ergibt“, erklärt Bohn. „Nachdem klar ist, wie die Altersvorsorge grundsätzlich ausgerichtet sein soll, wird bewusst entschieden: Soll meine Lösung mit ZweiZukünfte auch die Zukunftsfähigkeit der Welt im Blick haben“
Die Stuttgarter ordnet ihr Konzept vor dem Hintergrund weiterentwickelter Vorgaben für nachhaltigkeitsbezogene Produkte neu. „Regulierung ist für uns kein formaler Zwang, sondern ein Impuls, die Dinge klarer zu machen“, sagt Bohn. „ZweiZukünfte verbindet als Option regulatorische Anforderungen mit einer Struktur, die zur Realität in der Beratung passt.“ Die Stuttgarter begrüßt ausdrücklich, dass die mögliche Irreführung von Verbraucherinnen und Verbrauchern adressiert und in diesem Zusammenhang regulatorisch geklärt wird. Zugleich kritisiert der Versicherer jedoch das Regelungs-Dickicht, das in EU und Deutschland aufgekommen ist. Bohn: „Die Liste an zu berücksichtigenden Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien ist lang, die Inhalte in der Auslegung kompliziert. Das ist für uns Anbieter nur sehr schwer rechtssicher kommunizierbar.“
Die Neuausrichtung baut auf einer starken Ausgangsposition auf. Die 2013 eingeführte GrüneRente gilt im deutschen Markt als Pionierin nachhaltigkeitsorientierter Altersvorsorge und hat sich fest etabliert. Und auch wenn das Interesse aktuell etwas geringer als in der Hochzeit 2022 und 2023 ausfällt, ist das Thema weiterhin relevant: Im Jahr 2025 entfielen 40 Prozent des bAV-Neugeschäfts der Stuttgarter auf die GrüneRente, im gesamten Leben-Neugeschäft der Gruppe lag ihr Anteil 2025 bei 13,5 Prozent. Über 46.000 Verträge werden aktuell geführt. Kriterien, Prozesse und Erfahrungen aus mehr als einem Jahrzehnt fließen in die Option ein. „Mit ZweiZukünfte übertragen wir das Pioniererbe der GrüneRente in eine Form, die noch besser in die Beratungswelt passt. Unsere Geschäftspartner bekommen eine Option, die sich sauber in ihre Prozesse einfügt – und mit dem Bild der zwei Zukünfte eine Sprache spricht, die Kundinnen und Kunden ohne Fachjargon erreicht.“ (mho)

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