Hohe Offenheit bei der jungen Generation
16.09.2026

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Die Altersvorsorgereform stößt in Deutschland auf großes Interesse. Sieben von zehn Beschäftigten wollen sich mit dem neuen staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukt auseinandersetzen. Zugleich zeigt eine aktuelle repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag der DEVK: Wer privat für das Alter vorsorgen will, sucht fachkundige Unterstützung. Fast drei Viertel der Befragten halten eine persönliche Beratung für wichtig oder sogar sehr wichtig. Bei der jungen Generation ist der Beratungswunsch besonders ausgeprägt.
Die Umsetzung der Reform läuft bereits auf Hochtouren. Die DEVK-Erhebung zeigt, dass viele Menschen den geplanten Neuerungen offen gegenüberstehen. Insgesamt 70 Prozent der Befragten wollen sich mit dem neuen Förderprodukt beschäftigen. Rund ein Drittel (32 Prozent) plant, sich näher zu informieren, 22 Prozent wünschen eine fachliche Beratung und 16 Prozent können sich bereits heute einen konkreten Abschluss vorstellen. Allerdings schließen auch 22 Prozent den Abschluss des neuen Förderprodukts grundsätzlich aus.
Besonders hoch ist das Interesse bei den unter 30-Jährigen: 88 Prozent zeigen sich offen für das neue Förderprodukt – sei es durch Informationssuche, Beratungswunsch oder die Bereitschaft zum Abschluss. Mit zunehmendem Alter sinkt dagegen diese Bereitschaft. „Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig den Menschen ihre Altersvorsorge ist“, sagt Dr. Michael Zons, Vorstand für Leben und Komposit bei den DEVK Versicherungen. „Viele sind offen für neue Lösungen und bereit, sich mit ihrer finanziellen Zukunft auseinanderzusetzen. Besonders die jüngere Generation zeigt ein überraschend hohes Interesse. Jetzt kommt es darauf an, Orientierung zu geben und komplexe Zusammenhänge verständlich zu vermitteln.“
Vorsorge braucht persönliche Begleitung
Trotz digitaler Informationsangebote wünschen sich die Beschäftigten vor allem eine persönliche Beratung rund um das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot. 74 Prozent der Befragten halten diese für wichtig oder sogar sehr wichtig. Auffällig ist der hohe Anteil bei den unter 30-Jährigen. Wie schon beim Interesse am neuen Altersvorsorgedepot erreicht auch der Wunsch nach persönlicher Beratung in dieser Altersgruppe mit 88 Prozent einen Spitzenwert. Das zeigt: Gerade diejenigen, die noch am längsten für den Ruhestand vorsorgen können, wollen ihre Entscheidungen gut informiert treffen und die staatliche Förderung nutzen. Die maximale Grundförderung beträgt 480 Euro pro Jahr bei einer Eigenleistung von 1.800 Euro jährlich. Dr. Zons betont: „Vertrauen entsteht nicht allein durch digitale Angebote, sondern vor allem durch Beratung, die verständlich, persönlich und auf Augenhöhe ist. Damit Menschen stärker privat versorgen, brauchen sie ehrliche Informationen zu Chancen, Risiken und den Möglichkeiten, die zu ihrer Lebenssituation passen.“
Riester-Sparer suchen Orientierung
Die Altersvorsorgereform bewegt auch die Beschäftigten, die noch einen alten Riester-Vertrag haben. Ein weiteres Detailergebnis der Civey-Befragung unter 1.000 Riester-Sparerinnen und -Sparern macht deutlich: Jede dritte Person mit bestehendem Riester-Vertrag wünscht sich zunächst eine Beratung zur Reform, um zu entscheiden, wie sie künftig mit ihrem Vertrag umgehen soll (29 Prozent). Knapp ein Viertel (24 Prozent) plant, den Vertrag unverändert weiterzuführen. 18 Prozent wollen in ein neues gefördertes Vorsorgeprodukt wechseln. Weitere 16 Prozent möchten ihren bestehenden Vertrag behalten und hierbei das neue Fördersystem nutzen. Die unterschiedlichen Handlungsoptionen verdeutlichen den hohen Bedarf an kompetenter und persönlicher Beratung. (mho)

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