Inflation steigt im August auf 3,3 Prozent

01.09.2026

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Die Inflation in der Eurozone hat im August wegen deutlich gestiegener Energiepreise kräftig angezogen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,3 Prozent, wie Eurostat, das Statistische Amt der Europäischen Union, am Dienstag nach einer ersten Schätzung mitteilte.

Im Juli hatte die Inflationsrate noch bei 2,9 Prozent gelegen. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 3,3 Prozent gerechnet.

Für die EZB wäre ein deutlicher Inflationsanstieg problematisch, wie die Datenanalysten von eToro in einer ersten Reaktion erklärten. Am Markt wird für die Zinsentscheidung in der kommenden Woche bereits fest mit einer weiteren Zinserhöhung gerechnet. Im Fokus stehe daher die Frage, wie der geldpolitische Kurs danach aussieht. Sollten Anleger mit weiteren Zinsschritten rechnen, könnten Anleiherenditen und Finanzierungskosten bereits vor einer tatsächlichen Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) steigen.

Für Verbraucher könnten sich höhere Finanzierungskosten insbesondere bei Immobilienkrediten bemerkbar machen. Zugleich schmälert eine steigende Inflation die reale Kaufkraft von Guthaben, die unverzinst oder nur gering verzinst werden.

Auch an den Aktienmärkten könnte ein restriktiverer EZB-Kurs kurzfristig für Gegenwind sorgen. Auf längere Sicht dürften kurzfristige Zinsbewegungen jedoch weniger ins Gewicht fallen als die Entwicklung der Unternehmen und ihrer Gewinne, so die Analysten von eToro. (fw)