IVFP-Rating zur bAV-Kompetenz 2026

29.07.2026

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Die betriebliche Altersversorgung entwickelt sich kontinuierlich weiter. Neue gesetzliche Rahmenbedingungen, die zunehmende Verzahnung mit weiteren Employee Benefits sowie steigende Anforderungen an Dokumentation, Prozesse und Haftung führen dazu, dass fachliche Kompetenz heute wichtiger ist denn je. Genau hier setzt das bAV-Kompetenzrating des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) an, das im Jahr 2026 bereits zum neunten Mal durchgeführt wurde.

Anhand einer interaktiven Analyse wurden 89 Einzelkriterien bewertet. 20 Versicherungsgesellschaften stellten sich freiwillig dem Rating und ermöglichten damit erneut einen Blick hinter die Kulissen ihrer bAV-Kompetenz. „Das bAV-Kompetenzrating vom IVFP ist heute der etablierte Qualitätsmaßstab im Markt. Es zeigt nicht nur den aktuellen Leistungsstand der Anbieter auf, sondern begleitet deren kontinuierliche Weiterentwicklung bereits seit über 15 Jahren“, sagt Prof. Dr. Thomas Dommermuth, Gesellschafter und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des IVFP.

Bereits in den vergangenen Jahren zeigte sich, dass sich die Qualität der teilnehmenden Anbieter kontinuierlich verbessert hat. Diese Entwicklung setzte sich auch 2026 fort. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass selbst viele der bereits exzellent bewerteten Gesellschaften ihre Prozesse, Unterlagen und Unterstützungsinstrumente nochmals verbessern konnten. Dabei handelt es sich oftmals nur um Nuancen – genau diese machen jedoch den Unterschied zwischen einer guten und einer dauerhaft herausragenden Qualität aus.

Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Ein großer Teil der heute exzellent bewerteten Anbieter nimmt bereits seit vielen Jahren regelmäßig am IVFP-Kompetenzrating teil. Sie nutzen die Ergebnisse als kontinuierlichen Verbesserungsprozess und entwickeln ihre Beratungs- und Verwaltungsprozesse von Rating zu Rating weiter. „Exzellenz entsteht nicht durch eine einmalige Bestleistung, sondern durch konsequente Weiterentwicklung über viele Jahre hinweg. Genau das beobachten wir bei zahlreichen Teilnehmern unseres Ratings“, so Dommermuth.

Das IVFP entwickelt sein Kompetenzrating kontinuierlich weiter. Neben bewährten Fragestellungen wurden auch 2026 wieder aktuelle Entwicklungen in die Bewertung aufgenommen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Versicherer die Wechselwirkungen zwischen der betrieblichen Altersversorgung und weiteren Benefits, beispielsweise der betrieblichen Krankenversicherung oder Zeitwertkonten, unterstützen. Die Antworten zeigten, dass 70% der Anbieter heute über gute bzw. sehr gute ausgereifte fachliche Leitplanken, klar strukturierte Prozesse und umfangreiche Unterstützungsinstrumente verfügen, um Vermittler und Arbeitgeber bei einer ganzheitlichen Beratung zu unterstützen. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Benefit-Konzepte gewinnt dieser Aspekt weiter an Bedeutung.

Ein weiterer Fokus lag auf der Messung und kontinuierlichen Verbesserung der fachlichen Qualität über den gesamten Lebenszyklus einer betrieblichen Altersversorgung hinweg. Hier überzeugten die Teilnehmer durchweg mit nachvollziehbaren Qualitätsmanagementprozessen, systematischen Kontrollen sowie transparenten Mechanismen, mit denen Fehler, Rückmeldungen oder Abweichungen ausgewertet und konsequent in die Weiterentwicklung der eigenen Prozesse übernommen werden.

Während Konzepte für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Finanzdienstleister für externe Krisensituationen – etwa Pandemien oder Handelskonflikte – mittlerweile zum Standard gehören, zeigte sich im Rating 2026, dass viele Anbieter ihre eigene organisatorische Resilienz zunehmend in den Fokus rücken. Die Antworten verdeutlichten, dass zentrale Unternehmensprozesse auch unter außergewöhnlichen Rahmenbedingungen abgesichert werden, um die Stabilität und Verlässlichkeit bestehender Versorgungszusagen langfristig sicherzustellen. (mho)

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