Netto-Fondspolice als versicherungsbasierte Investmentlösung

26.01.2026

Foto: Jens Arndt, Vorstandsvorsitzender, myLife Lebensversicherung AG © myLife

Im Vorfeld des Fondskongresses lohnt ein genauer Blick auf eine Anlageform, die in der Beratungspraxis zunehmend an Bedeutung gewinnt: Die versicherungsbasierte Investmentlösung im Rahmen einer Netto-Fondspolice. Sie verbindet die Flexibilität, Transparenz und Serviceorientierung moderner Fonds- und ETF-Anlagen mit den besonderen Vorteilen einer provisionsfreien Lebensversicherung. Ein gemeinsamer Kommentar von Jens Arndt, Vorstandsvorsitzender, myLife Lebensversicherung AG, und Andreas Müller, Geschäftsführer, HonorarKonzept GmbH.

Damit entsteht eine Konstellation, die im Markt selten ist. Kunde, Berater, Fonds- und ETF-Anbieter sowie Versicherer verfolgen alle dasselbe Ziel und profitieren gemeinsam vom optimalen Wachstum des Vertragsguthabens der Kunden. Nach Meinung von Jens Arndt, Vorstandsvorsitzender der myLife Lebensversicherung AG, und Andreas Müller, Geschäftsführer der HonorarKonzept GmbH, trifft diese Interessensgleichheit genau den Nerv aktuell diskutierter regulatorischer Leitplanken wie Wohlverhalten und Value for Money.

Wer über Wohlverhalten und Value for Money spricht, meint im Kern drei Dinge: Nachvollziehbare Kosten, eine saubere Leistungslogik und Ergebnisse, die Kunden tatsächlich voranbringen. Versicherungsbasierte Investmentlösungen, deren Kern eine flexible, transparente und kostengünstige Netto-Fondspolice bildet, zahlen auf alle drei Aspekte ein.

Da Abschlussprovisionen nicht in die Police eingepreist werden, arbeitet von Beginn an mehr Kapital für den langfristigen Vermögensaufbau. In Kombination mit einer professionellen (Honorar-) Finanzberatung wird die Vergütung zudem direkt vereinbart – und damit erklär- und überprüfbar für Kunden und Berater. Zudem sind diese Honorare überwiegend am Vertragsguthaben orientiert. Das fördert die Ergebnisorientierung, weil diese Logik nicht auf den reinen Produktverkauf abzielt, sondern für Interessengleichheit sorgt und damit auf die kontinuierliche Betreuung und die Bestandsqualität ausgerichtet ist.

Diese Transparenz passt gut in ein Marktumfeld, das an anderer Stelle zunehmend komplexer wird. Wenn Regulierung gut gemeint ist, aber in der Praxis kaum noch verständlich vermittelt werden kann, sinkt am Ende die Vorsorgebereitschaft. Gerade deshalb gewinnen Modelle an Attraktivität, die Verständlichkeit und Klarheit strukturell mitliefern.

Fonds und ETFs im Netto-Versicherungsprodukt: Ökonomisch sinnvoll für alle Beteiligten Dass Netto-Fondspolicen und Fonds bzw. ETFs hervorragend zusammenpassen, ist nicht nur ein kommunikatives Narrativ, sondern auch ökonomisch belegbar. Fonds- und ETF-Anbieter profitieren einerseits von langfristig planbaren Mittelzuflüssen, die aufgrund der Anlagehorizonte im Versicherungsgerüst häufig auch länger im Portfolio verbleiben als bei einer reinen Depotlösung. Andererseits profitieren Versicherer und (Honorar-)Finanzberater, die ihre Vergütung prozentual am Vertragswert orientieren, ebenfalls von einem nachhaltigen Wachstum des Vertragsguthabens. Und nicht zuletzt profitieren Kunden von steigenden Vertragswerten und entsprechend höheren Ablaufleistungen. Aus einer marktüblichen Logik mit teils gegenläufigen Anreizen entsteht so ein System weitgehend gleichgerichteter Interessen.

Dass die Logik versicherungsbasierter Investmentlösungen in der Praxis funktioniert, zeigt auch ein Blick auf die Mechanik dahinter: Eine breite Fonds- und ETF-Auswahl, die Möglichkeit, Anlagebedarfe aus der Beratung heraus strukturiert einzubringen, sowie die im Bestand gelebte Flexibilität sind 

Ruhestand Für (Honorar-)Finanzberater sind versicherungsbasierte Investmentlösungen damit ein modernes, kundenorientiertes Instrument der Vermögensverwaltung – weit über klassische Altersvorsorgeargumente hinaus. Sie unterstützen flexible Lösungen für die Ruhestandsplanung, eine strukturierte Entnahmephase und Gestaltungsmöglichkeiten für Vermögensübertragungen auf die nächste Generation. Gleichzeitig lassen sie sich im Beratungsgespräch greifbar begründen: Transparenz bei den Kosten, Flexibilität in der Vermögensgestaltung inklusive Verfügbarkeit, sowie ein konsequent kostenbewusstes Setup durch den Nettoansatz. Hinzu kommt die Professionalität und permanente Weiterentwicklung auf der technischen Seite – sowohl bei der Anlagesteuerung für Berater als auch bei den Informations- und Steuerungsmöglichkeiten für Kunden.

Ein weiterer, oft unterschätzter Effekt: Die Logik laufender Betreuung wird mit dem Honoraransatz nicht nur behauptet, sondern durch die offene Vertragsbeziehung zwischen Kunden und Finanzberater überprüfbar. Laufende Honorarvereinbarungen müssen inhaltlich begründet bleiben, weil Kunden sie nur akzeptieren, wenn der laufende Nutzen für sie auch erkennbar ist. Das erhöht den Anspruch an Servicequalität – und wirkt damit im Sinne derjenigen Leitplanken, die Regulatoren unter Wohlverhalten und Value for Money adressieren.

Dass das Geschäftsmodell mit versicherungsbasierten Investmentlösungen in der Praxis funktioniert, zeigen u.a. die Wachstumszahlen der myLife Lebensversicherung AG. Die myLife kann nach dem bislang stärksten Geschäftsjahr 2024 mit noch besseren vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2025 aufwarten. Demnach stiegen die Prämieneinnahmen von ca. 391 Mio. Euro (2024) auf rund 500 Mio. Euro (2025), was ein Wachstum von ca. 28 Prozent bedeutet. Die verwalteten Assets im Gesamtbestand erreichten zum 31.12.2025 nach vorläufigen Angaben rund 3,25 Mrd. Euro. Diese Entwicklung ist auch deshalb möglich, weil Netto-Modelle eine klare Produktlogik mit operativer Skalierbarkeit verbinden.

Gleichzeitig gibt es aber auch Gründe, warum versicherungsbasierte Investmentlösungen lange Zeit unter dem Radar vieler Marktakteure liefen: Ein echtes Netto-Setup, das die Basis solcher Lösungen bildet, ist eben kein Nebenbei-Projekt. IT, Schnittstellen, Plattformen und Wirtschaftlichkeit müssen zusammenspielen. Das Modell ist aufgrund der Margenlogik äußerst anspruchsvoll für den Anbieter und wird häufig erst mit Volumen wirklich attraktiv. Umso erfreulicher ist es, dass zunehmend mehr Akteure im Markt Interesse an Kooperationen und White-Label-Ansätzen mit der myLife zeigen, weil sie den Zugang zu einem stetig wachsendem Marktsegment schaffen, ohne dass jedes Haus die gesamte Infrastruktur neu bauen muss.

Wer heute über Fonds- und ETF-Kompetenz spricht, kann versicherungsbasierte Investmentlösungen und die dahinterstehende Netto-Fondspolice als zeitgemäßen, wenn nicht sogar wegweisenden Baustein der Altersvorsorge und Vermögensanlage nicht mehr ausklammern. In Kombination mit der wachsenden Honorarberatung entsteht eine Interessengleichheit, von der Berater, Versicherer, Produktanbieter und vor allem Kunden profitieren, weil Wertentwicklung und Bestandsqualität zum gemeinsamen Nenner werden. Und wir sind überzeugt, dass wir – mit unserem Vortrag und Stand auf dem diesjährigen FONDS professionell KONGRESS in Mannheim – weitere Impulse für das künftige Wachstum in diesem Segment setzen können.