Lücke des Monats: Finanzplan und BU-Absicherung
23.01.2026

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Finanzielle Unabhängigkeit zählt für viele Bundesbürger zu den zentralen Aspekten finanzieller Freiheit. Doch: Zwischen Anspruch und Realität besteht eine deutliche Lücke: Nur ein Viertel der Bevölkerung erstellt einen konkreten Finanzplan für das Jahr 2026 – und noch weniger berücksichtigen dabei die Absicherung der eigenen Arbeitskraft. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Lebensversicherung von 1871 a. G. München (LV 1871) gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Civey anlässlich des Tags der Bildung am 24. Januar.
Laut der repräsentativen Civey-Umfrage unter 2.500 Personen ab 18 Jahren verfügen lediglich 25,1 Prozent über einen privaten Finanzplan für 2026. Der Wert ist gegenüber dem Vorjahr sogar leicht rückläufig (2024: 26,3 Prozent). Noch größer wird die Lücke beim Blick auf die Inhalte der Finanzplanung: Nur 37,4 Prozent der Erwerbstätigen beziehen das Risiko Berufsunfähigkeit aktiv in ihre Überlegungen ein. Dabei hängt finanzielle Unabhängigkeit in den meisten Fällen unmittelbar vom Einkommen aus eigener Arbeitskraft ab.

Finanzplanung ohne BU greift zu kurz
„Finanzielle Freiheit lässt sich nur dann realistisch planen, wenn die eigene Arbeitskraft mitgedacht wird“, sagt Hermann Schrögenauer, Vorstand der LV 1871. „Wer Einkommensausfälle durch Krankheit oder Unfall nicht absichert, plant an der zentralen Stellschraube vorbei. Finanzbildung, strukturierte Finanzplanung und Berufsunfähigkeitsabsicherung gehören deshalb untrennbar zusammen – genau hier kommt die Beratungskompetenz von Maklern ins Spiel.“
Geschlecht und Bildung beeinflussen Absicherungsverhalten
Die Ergebnisse zeigen zudem deutliche Unterschiede nach Geschlecht und Bildungsgrad. Während rund 40 Prozent der Männer das Risiko Berufsunfähigkeit in ihre Finanzplanung einbeziehen, sind es bei Frauen nur etwa 32 Prozent.
Auch der Bildungsgrad wirkt sich aus: Bei Personen mit Abitur berücksichtigen rund 45 Prozent das Thema BU, bei mittlerer Reife etwa 35 Prozent. Bei Menschen mit Hauptschulabschluss oder ohne Abschluss sinkt der Anteil auf rund 25 Prozent.
Jahresauftakt als Beratungsanlass für Makler
Der Jahresbeginn und Impulse wie der Tag der Bildung rücken das Thema Finanzplanung regelmäßig in den Fokus. Versicherungsmaklerinnen und -makler sind dabei zentrale Ansprechpartner: Sie können Versorgungslücken sichtbar machen, Finanzplanung ganzheitlich einordnen und Kunden für die Bedeutung der Absicherung der Arbeitskraft sensibilisieren. (mho)

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