100 Jahre Continentale Krankenversicherung

22.01.2026

Foto: 100 Jahre Continentale Krankenversicherung © Continentale

Die Continentale Krankenversicherung a.G. feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Aus einer kleinen Dortmunder Krankenunterstützungskasse, die am 22. Januar 1926 gegründet wurde, ist die Obergesellschaft einer großen unabhängigen Versicherungsgruppe in Deutschland mit mehr als 5 Milliarden Euro Beitragseinnahmen und über 7.000 Mitarbeitenden im Innen- und Außendienst geworden.

„Unsere Geschichte zeigt, dass nachhaltiger Erfolg aus einem gelungenen Zusammenspiel von Beständigkeit und Anpassungsfähigkeit entsteht“, sagt Dr. Gerhard Schmitz, Vorstandsvorsitzender im Continentale Versicherungsverbund. „Als unabhängiger Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit verbinden wir seit 100 Jahren Stabilität mit Zukunftsfähigkeit. Wir sind über Generationen ein verlässlicher Begleiter – für Kunden, Mitarbeitende und Geschäftspartner. Wir stehen für Vertrauen, das bleibt.“

Von der Krankenunterstützungskasse zum Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit

Den Grundstein für die heutige Continentale legte Dr. Otto Lambeck am 22. Januar 1926 in Dortmund mit der Gründung der „Volkswohl-Krankenunterstützungskasse der Volksheilbewegung“. Der Versicherer verstand sich von Beginn an als Alternative zu anderen Anbietern: Neben schulmedizinischen Leistungen erstattete er auch Kosten für damals unkonventionelle Naturheilmethoden und setzte früh auf Eigenverantwortung seiner Mitglieder. Bereits 1927 führte die Volkswohl Gesundheitsprämien ein – die Geburtsstunde der heutigen Beitragsrückerstattung.

Das Unternehmen wuchs schnell und erhielt 1931 die Anerkennung als „Kleiner Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit“. Die Zeit des Nationalsozialismus brachte politische Einflussnahme und Gleichschaltung mit sich.

Neubeginn nach 1945 und Expansion

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann unter schwierigen wirtschaftlichen und organisatorischen Bedingungen ein konsequenter Neuanfang. Mit Walter Hinne, der selbst von den Nationalsozialisten verfolgt worden war, als Vorstandsvorsitzendem, richtete sich das Unternehmen neu aus und legte den Grundstein für den nachhaltigen Wiederaufbau und die weitere Expansion.

Ein wesentlicher Meilenstein war das Organisationsabkommen mit dem Münchener Pensionsverein im Jahr 1952, das erstmals den kombinierten Vertrieb von Kranken- und Lebensversicherungen ermöglichte. Diese Kooperation markierte den Beginn einer strategischen Ausrichtung, die später in der Bildung des heutigen Continentale Versicherungsverbundes mündete.

Mit der Übernahme der Continentale Allgemeine Versicherungs-AG 1965 folgte der Einstieg in die Unfall- und Sachversicherung. Der anschließende weitreichende Kooperationsvertrag zwischen den Kranken-, Lebens- und Sachgesellschaften schuf Anfang der 1970er Jahre die Grundlage für eine Versicherungsgruppe, die fortan unter dem gemeinsamen Namen Continentale agierte. Durch die Integration der EUROPA Versicherungen 1982 wurde das Direkt- und Spezialversicherungsgeschäft gestärkt. Neben langjährigem, organischem Wachstum trug dazu auch die Übernahme der Mannheimer-Gruppe im Jahr 2012 bei.

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