Postbank Wohnatlas 2026
19.08.2026

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Die Studie „Postbank Wohnatlas 2026“ zeigt, welcher Preisaufschlag beim Verkauf energieeffizienter Wohnungen gegenüber Immobilien mit schlechteren Effizienzklassen verlangt wird. Sie verdeutlicht außerdem, in welchen Regionen der Anteil energieeffizienter Wohnungen besonders hoch oder niedrig ist. Dafür hat das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) bundesweit alle Angebote von Eigentumswohnungen im Bestand und Neubau untersucht, bei denen eine Energieeffizienzklasse angegeben war.
Die derzeit hohen Energiepreise beeinflussen auch die Wahl der Immobilie. Gut gedämmte Eigentumswohnungen mit niedrigen Heizkosten werden attraktiver, bringen jedoch meist einen Aufpreis mit sich. Dazu kommt die EU-Gebäuderichtlinie, die den durchschnittlichen Primärenergieverbrauch von Wohngebäuden bis 2030 um 16 Prozent und bis 2035 um 20 bis 22 Prozent senken soll. In Deutschland gelten die Vorgaben über das Gebäudeenergiegesetz, was spürbare Folgen für Wohnungsbesitzende hat.
Im Durchschnitt aller 400 Landkreise und kreisfreien Städte Deutschlands liegt der Anteil an Eigentumswohnungen mit sehr guter bis durchschnittlicher Energieeffizienz (Klassen A+, A, B, C und D) bei 35 Prozent. Am höchsten ist er in den Landkreisen sowie in den sieben größten Metropolen („Big 7“) mit durchschnittlich jeweils 35,8 Prozent. Einen geringeren Anteil weisen im Durchschnitt die kreisfreien Mittelstädte mit 33,5 Prozent auf.
In 62 Regionen, überwiegend in Ostdeutschland und Südbayern, beträgt der Anteil der Wohnungen mit sehr guter bis durchschnittlicher Energieeffizienz mindestens 42,5 Prozent. Den höchsten Wert verzeichnet der brandenburgische Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 54,7 Prozent. Dahinter folgen die Landkreise Plön (Schleswig-Holstein) mit einem Anteil von 53,3 Prozent, Börde (Sachsen-Anhalt) mit 52,9 Prozent sowie der Saale-Holzland-Kreis (Thüringen) mit 52,0 Prozent. Die weiteren Plätze belegen die bayerischen Landkreise Erding (51,5 Prozent) und Ebersberg (51,4 Prozent). Mit dem schleswig-holsteinischen Flensburg (50,1 Prozent) auf dem siebten Rang und dem rheinland-pfälzischen Trier (49,0 Prozent) auf dem neunten Platz befinden sich zwei Städte in den Top 10 der Regionen mit sehr hohen Anteilen an energieeffizienten Wohnungen.
In 92 Regionen liegt der Anteil der Wohnungen mit Energieeffizienzklasse D oder besser dagegen unter 30 Prozent. Am niedrigsten ist er im sächsischen Landkreis Görlitz mit 13,3 Prozent. Knapp darüber liegt die Stadt Frankfurt (Oder) in Brandenburg mit 17,7 Prozent sowie der Landkreis St. Wendel (Saarland) und die Stadt Emden (Niedersachsen) mit je 19,9 Prozent. Ebenfalls zu den Schlusslichtern gehören die Landkreise Höxter in Nordrhein-Westfalen (20,1 Prozent) und der Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz (20,5 Prozent).
„Der Wohnatlas zeigt, wo Kaufinteressierte aus einem breiten Angebot an effizienten Eigentumswohnungen auswählen können. Der Vorteil liegt dabei nicht nur in den geringeren Heizkosten: Energieeffiziente Gebäude sind stabiler im Wert und schützen vor den Folgen künftiger Sanierungspflichten“, sagt Manuel Beermann, Leiter Produktmanagement Immobilien der Privatkundenbank in Deutschland. „Wichtig ist dabei ein genauer Blick in Details, um Mängel und Sanierungsbedarfe beim Kauf einschätzen zu können. Dabei helfen Sachverständige.“
Unter den deutschen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohner führt Trier (Rheinland-Pfalz) das Ranking an: Hier haben 49,1 Prozent der angebotenen Eigentumswohnungen die Energieeffizienzklasse D oder besser, allerdings liegen die Preise dafür vergleichsweise hoch. In den ostdeutschen Städten Chemnitz (45,4 Prozent) und Erfurt (41,4 Prozent) sowie Bochum in Nordrhein-Westfalen (40,7 Prozent) sind die Quadratmeterpreise für energieeffiziente Wohnungen noch moderat. Sie belegen in der Spitzengruppe die Plätze fünf, acht und zehn.


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