Studie: Deutsche Versicherungskunden sind verärgert
03.08.2014
**Eine aktuelle Studie zeigt, dass viele Deutsche sich bei Fälligkeit ihrer Versicherungsprämien ärgern. Viele Versicherungskunden wünschen sich, dass Kundentreue und Verhalten das zu Schadensfreiheit führt durch Versicherer mit Rabatten oder Prämiennachlass belohnt wird.
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(fw/db) Über die Hälfte aller deutschen Versicherungskunden ärgern sich, zu hohe Prämien für Versicherungen zu zahlen, die sie selten oder gar nicht nutzen. Fast ein Viertel aller Befragten stört dies sehr und die meisten würden sich wünschen, dass Schadensfreiheit belohnt wird. Besserverdienende und Frauen ärgern sich besonders über hohe Prämien ohne Nutzen.
So das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage von TNS-Emnid. Im Auftrag der Plattform Friendsurance, wurden im Juli 2014 für diese Studie 1.003 Deutsche befragt.
Zwischen den Geschlechtern gibt es hinsichtlich der Zufriedenheit sichtbaren Unterschied. Bei den Frauen ist der Versicherungsfrust viel höher als bei den Männern. Die Frage „Hat es Sie schon einmal genervt, dass Sie Jahr für Jahr Geld für Versicherungen ausgeben, die sie selten oder nie in Anspruch nehmen?“ bejahten 60 Prozent der Frauen und nur 56 Prozent der Männer.
Besonders hoch ist die Verärgerung in der Gruppe der Besserverdienenden: 65,3 Prozent derjenigen Personen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von über 2.000 Euro beantworteten diese Frage mit „Ja“. Wer mehr Geld verdient, ist offensichtlich daran interessiert es gewinnbringend einzusetzen.
Ein weiterer Unterschied zeigt sich hinsichtlich der Altersgruppen: Die 30- bis 49-Jährigen sind mit 65,5 Prozent besonders verärgert, dass sie Geld ausgeben für eine Leistung, die sie oft nicht nutzen. Bei den unter 29-Jährigen sieht es mit 46 Prozent Verärgerung entspannter aus. Im Mittelfeld liegt die Gruppe der 50-Jährigen: Hier äußern 61 Prozent ihren Unmut. Wer älter ist, zahlt meist eine längere Zeit in die Versicherung ein. Wer über Jahre glücklicherweise schadensfrei bleibt, ärgert sich am Ende mehr über die ungenutzte Police.
Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich Belohnungen für Schadensfreiheit
Jeder Deutsche gibt laut dem europäischem Versicherungsverband Insurance Europe durchschnittlich 2.219 Euro pro Jahr für private Versicherungen aus. Dabei werden die meisten Versicherungsleistungen selten oder nie in Anspruch genommen. Hier steigt natürlich der Frust über Versicherer und deren Policen mehr und mehr an. Einige Krankenversicherungen haben bereits reagiert und belohnen schon seit 2004 ihre gesundheits- und kostenbewussten Mitglieder mit Bonusprogrammen. In anderen Versicherungsbereichen sieht es jedoch schlecht aus mit ähnlichen Belohnungsmodellen im Falle einer Schadensfreiheit. Die Umfrage zeigt eindeutig, dass sich die Mehrheit der Deutschen wünscht, dass Versicherungen umsichtiges Verhalten stärker honorieren. Nur eine geringe Minderheit von nur neun Prozent hegt diesen Wunsch nicht.
Die Versicherer sollten ihre Tarifpolitik überprüfen
Sicherlich werden Versicherer argumentieren, dass ein nicht unwesentlicher Teil der Prämie für die angebotenen Versicherungen das versicherte Risiko abdeckt. Die Kunden können sich auch freuen, wenn das versicherte Risiko nicht eintritt und das meist belastende Umfeld bei Schäden sich nicht realisiert. Hier ist auch der Vertrieb gefordert, Kunden über das Verhältnis von Risiko und Prämie aufzuklären. Die Studie zeigt aber auf, dass es einen Bedarf gibt, vertragskonforme treue Kunden zu belohnen. Dies gilt ins besonders dann, wenn die Kunden durch Prävention zur Schadensminderung beitragen.

Wieso ist die Mobilität Ihrer Kunden so wichtig?



