Private Equity: Studie zeigt breitere Anlegerbasis als erwartet
29.10.2026

Foto: Norman Lemke, Vorstandsvorsitzender von Munich Private Equity © Munich Private Equity
Private Equity ist längst nicht mehr ausschließlich eine Anlageklasse für vermögende Investoren. Eine Langzeitauswertung von Munich Private Equity zeigt, dass Privatanleger bereits seit vielen Jahren mit vergleichsweise moderaten Beträgen investieren. Gleichzeitig ist der Frauenanteil deutlich gestiegen. Für die Untersuchung wurden Daten von mehr als 80.000 Anlegern aus den Jahren 2000 bis 2025 ausgewertet.
Die Analyse basiert auf über 160.000 Beteiligungsverträgen aus dem Kundenbestand von Munich Private Equity. Demnach liegt die durchschnittliche Zeichnungssumme bei der ersten Beteiligung bei rund 13.900 Euro. Fast 90 Prozent der Anleger investieren beim Einstieg weniger als 25.000 Euro. Besonders häufig wird ein Betrag von exakt 10.000 Euro gewählt: Rund jeder siebte Anleger entscheidet sich dafür. Auch die Verteilung des investierten Kapitals zeigt eine vergleichsweise breite Streuung. Auf die zehn Prozent der Anleger mit den höchsten Zeichnungsvolumina entfallen rund 36 Prozent des gesamten Anlagevolumens.
Bei der Altersstruktur zeigt sich ebenfalls ein breites Spektrum. Rund 44 Prozent der Anleger sind zum Zeitpunkt ihrer Zeichnung jünger als 40 Jahre. Die größte Gruppe bilden die 40- bis 49-Jährigen. Das Durchschnittsalter liegt über den gesamten Untersuchungszeitraum relativ konstant bei 41 Jahren. Deutlich verändert hat sich dagegen der Frauenanteil. Dieser stieg von rund 27 Prozent Anfang der 2000er-Jahre auf 44 Prozent im Jahr 2025. Zum Vergleich: Unter den Aktienanlegern in Deutschland lag der Frauenanteil 2025 laut Deutschem Aktieninstitut bei 38 Prozent.
Auch die durchschnittlichen Zeichnungssummen haben sich erhöht. Während Anleger 2009 im Schnitt rund 10.200 Euro investierten, waren es 2025 bereits 18.300 Euro – ein Anstieg um knapp 80 Prozent. Fast die Hälfte der Anleger schließt zudem mindestens einen weiteren Beteiligungsvertrag ab.
„Private Equity für Privatanleger begann nicht erst mit ELTIF 2.0“, erklärt Norman Lemke, Mitgründer und Vorstandsvorsitzender von Munich Private Equity. Die breite Anlegerbasis sei über qualifizierte Finanzberatung und diversifizierte Dachfonds entstanden. Entscheidend sei daher nicht allein der Zugang zur Anlageklasse, sondern auch deren langfristig sinnvoller Einsatz. (mho)

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