BayernInvest zu den Entwicklungen im Iran
02.03.2026

Foto: Daniel Kerbach - Copyright BayernInvest
Die Marktreaktion auf die aktuellen Entwicklungen im Iran hat zu Beginn der Woche zu einem klassischen „Risk-off“-Modus geführt, mit spürbar geringerer Bereitschaft, Rücksetzer zu kaufen.
Eine mögliche Eskalation im Iran könnte rund 20 % des globalen LNG-Angebots beeinträchtigen. Gleichzeitig wurde zuletzt die Wiederaufnahme der OPEC+-Produktionsausweitungen ab dem kommenden Monat bestätigt, was einen Teil potenziell wegfallender iranischer Fördermengen kompensieren könnte. Zudem ist die US-Wirtschaft strukturell weniger anfällig für höhere Energiepreise als Europa, Japan und vor allem Asien.
Marktauswirkungen im Überblick:
- Aktien und andere Risikoanlagen dürften kurzfristig unter Druck bleiben.
- Der Schweizer Franken sollte als klassischer sicherer Hafen profitieren.
- Auch der US-Dollar behält seinen Status als Fluchtwährung.
- Trotz angekündigter OPEC+-Angebotserhöhungen wird zunächst mit erhöhten Rohölpreisen gerechnet.
- Reale Vermögenswerte wie Gold und andere Rohstoffe sowie qualitativ hochwertige Anleihen bieten tendenziell Schutz.
Gleichzeitig gilt: Volatilitätsschübe benötigen einen kontinuierlichen Strom negativer Nachrichten, um anzuhalten andernfalls flauen sie erfahrungsgemäß rasch wieder ab. Dies zeigt sich bereits heute Morgen an den vergleichsweise moderaten Abschlägen in Asien. (ah)

„Der richtige Augenblick, um gezielt in europäische Aktien zu investieren“









