BNPP IP: Liquiditätshilfen sorgen für eine positive Marktstimmung

07.02.2013

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Griechenland machte Fortschritte im Kampf um weitere Rettungsgelder, muss aber noch eine ganze Reihe anderer Herausforderungen meistern. Die Aktienmärkte werden einstweilen durch Geldmarktpolitik und Liquidität gestützt, dies sorgt für eine positive Grundstimmung, sagen die Experten von BNP Paribas IP.

(fw/ah) "Obwohl die Aktienkurse nicht mehr ganz so stark stiegen, setzte sich der Aufwärtstrend trotz der anhaltenden Griechenlandkrise fort. Daran lässt sich erkennen, dass das griechische Schuldenproblem nicht ausreicht, um die Märkte oder die Weltwirtschaft entgleisen zu lassen, vorausgesetzt die Krise greift nicht auf andere Peripheriestaaten des Euroraums über. In diesem Zusammenhang ist es ermutigend, dass die Risikozuschläge für spanische, italienische und sogar portugiesische Staatsanleihen in den letzten Wochen nachgaben, auch wenn sie in Portugal immer noch deutlich über der Schmerzgrenze liegen.

Durch eine massive Liquiditätsspritze der EZB, die Banken Kredite über einen Zeitraums von 3 Jahren einräumte, wurde Zeit für die Lösung der Staatsschuldenkrise im Euroraum gewonnen. Eine zweite, eventuell noch massivere Liquiditätshilfe steht kurz bevor. Dennoch sind wir weiterhin vorsichtig wie sich aus unserer insgesamt neutralen Allokation in globale Aktien ablesen lässt. Unserer Ansicht nach sind die Bewertungen derzeit kein zwingendes Argument für den Kauf von Aktien. Hinzu kommt, dass sich die von den Zentralbanken bereitgestellte Liquidität in großen Teilen der Weltwirtschaft nicht in einer Zunahme der Kreditvergabe niederschlägt. Last but not least sind die Probleme im Euroraum noch nicht vollständig gelöst, während sich die geopolitischen Spannungen in der Golfregion verschärfen."

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