Die Berufsunfähigkeitslücke bei Frauen

06.03.2026

Laura Sinner, Biometrie-Expertin der LV 1871. Foto: © LV 1871

Zum bevorstehenden Weltfrauentag am 8.3. wird erneut deutlich, dass Frauen ein höheres Bewusstsein für das Risiko einer Berufsunfähigkeit haben, dieses Wissen aber nicht immer in konkrete Absicherung umsetzen. Für Versicherungsmaklerinnen und -makler ist diese Diskrepanz ein klarer Beratungsanlass, insbesondere für die gezielte Ansprache weiblicher Kundinnen.

Laut Financial Freedom Report 2025 sorgen sich 43,5 Prozent der befragten Frauen darum, im Laufe ihres Arbeitslebens länger beruflich auszufallen („Haben Sie Sorge, im Laufe Ihres Arbeitslebens einmal krankheitsbedingt länger als 6 Monate auszufallen?“, repräsentative Online-Umfrage der LV 1871 mit Civey, n = 2.500, August 2025). Bei Männern liegt dieser Wert mit 30,7 Prozent deutlich niedriger. Die Daten zeigen, dass Frauen tendenziell ein stärkeres Risikobewusstsein entwickeln – insbesondere in Bezug auf Einkommensschutz und langfristige finanzielle Sicherheit. Das frühe Erkennen dieser Risiken eröffnet erhebliches Potenzial für präventive Beratung und individuelle Absicherung.

Absicherung gezielt unterstützen

Trotz des hohen Risikobewusstseins besitzen laut einer repräsentativen Civey-Umfrage aus dem Jahr 2025 nur 32,6 Prozent der Frauen eine Berufsunfähigkeitsversicherung („Sind Sie sich bewusst, wie wichtig es ist, Ihre Arbeitskraft abzusichern?“ – „Ja, und ich habe eine abgeschlossen“, repräsentative Online-Umfrage der LV 1871 mit Civey, n = 1.000, Juni 2025) – deutlich weniger als der Anteil der Männer mit entsprechender Absicherung. Der Unterschied zwischen Wahrnehmung und tatsächlicher Absicherung zeigt: Bewusstsein allein schafft noch keine Sicherheit, die Absicherung muss gezielt unterstützt werden.

Unabhängigkeit durch BU-Versicherung stärken

„Zum Weltfrauentag wird einmal mehr deutlich, wie wichtig finanzielle Unabhängigkeit für Frauen ist“, sagt Laura Sinner, Biometrie-Expertin bei der LV 1871. „Als unabhängiger Versicherungsverein sind wir prädestiniert, Frauen bei ihrer finanziellen Unabhängigkeit zu unterstützen: Unsere Berufsunfähigkeitslösungen geben insbesondere mit ihren zahlreichen Nachversicherungsgarantien maximale Flexibilität für wechselnde Lebenssituationen. Übrigens: Bei unserer Schüler-BU sehen wir die bisherige Männer-Frauen-Diskrepanz nicht mehr – ein positives Signal für die Zukunft.“

Weltfrauentag als Beratungsanlass nutzen

Maklerinnen und Makler können diese Gender-Lücke gezielt als Beratungsanlass nutzen. Gerade im Umfeld des Weltfrauentags können sie Frauen aktiv auf das Thema Berufsunfähigkeit ansprechen und aufzeigen, warum eine frühzeitige Absicherung besonders sinnvoll ist. Außerdem punkten moderne Lösungen mit Nachversicherungsmöglichkeiten bei Heirat, Geburt eines Kindes, beim Wiedereinstieg nach Elternzeit, beim Wechsel von Teilzeit in Vollzeit und mit einer Teilzeitklausel. Digitale Abschlussmöglichkeiten und die Möglichkeit der Risikoprüfung in Echtzeit wie bei der LV 1871 lassen Maklerinnen und Maklern mehr Zeit für das Beratungsgespräch. So unterstützen sie Kundinnen dabei, ihre Risiken realistisch einzuschätzen und ihre finanzielle Zukunft selbstbestimmt zu gestalten. (mho)

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