Drohender Wasserbankrott: Nachhaltige Anlagechancen beim Kampf gegen Leerstände
13.04.2026

Holger Frey - Foto: Copyright Swisscanto
Wasser wird knapper, der Bedarf steigt. Laut UN droht ein „Wasser-Bankrott“: Die globalen Wassersysteme schrumpfen, und auch in Deutschland haben Dürren bereits Milliardenschäden verursacht. Treiber sind Bevölkerungswachstum, marode Infrastruktur, aber auch zunehmende Extremwetterereignisse. Um Engpässe zu verhindern, müssen natürliche Wasserspeicher geschützt, wiederhergestellt und reguliert werden. Für Investoren eröffnet das neue Chancen.
Vielversprechend: Wassertechnologie, Wasserschutz, Wasserversorgung
Der steigende Bedarf ist einer von mehreren Wachstumstreibern im Wassersektor: Aktuell wächst der Bereich mit jährlich vier bis sechs Prozent – etwa doppelt so schnell wie die Weltwirtschaft. Drei Bereiche sind besonders interessant:
· Wassertechnologie: Der Sektor umfasst Infrastrukturbauten, Rohrleitungen, Pumpen, Filter, intelligente Wasserzähler, Überwachungssysteme, aber auch spezialisierte Software.
· Wasserschutz: Hier sind jene Anbieter gefragt, die Lösungen zur Messung der Wasserqualität entwickeln oder Wasser länger nutzbar beziehungsweise wiederverwendbar machen, um den Wasserverbrauch so weit wie möglich vom steigenden Bevölkerungs-, Wirtschafts- und Wohlstandswachstum zu entkoppeln und die Wasserversorgung an die klimawandelbedingten Veränderungen anzupassen. Unternehmen, die beispielsweise bei der Filtrierung, dem Einsatz von Chemikalien und Enzymen sowie bei Testausrüstungen führend sind, können aus Anlagesicht spannend sein.
· Wasserversorgung: Hier erscheinen uns der Ausbau und der Betrieb von Wasserinfrastruktur als interessant. Zwar liegt dieser Bereich meist in der öffentlichen Hand und ist kapitalintensiv und oft langfristig angelegt. Dennoch bleibt er unverzichtbar und bietet für Anleger interessante Qualitätsunternehmen.
Wasser bleibt damit ein strukturell relevantes und langfristig chancenreiches Anlagethema – nicht nur für nachhaltig orientierte Investorinnen und Investoren.
Einschätzung von Holger Frey, Lead-Portfoliomanager für Themenstrategien bei ZKB/Swisscanto

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