Drohnenversicherung im Check
21.09.2026

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Eine aktuelle Auswertung des Fach- und Verbraucherportals Drohnen-Camp zeigt große Preis- und Leistungsunterschiede bei Drohnenversicherungen. Für die Analyse wurden 24 Tarife von sieben unabhängigen Versicherern und Vermittlern mit insgesamt 41 Preisvarianten untersucht. Bei privaten Drohnenversicherungen mit fünf Millionen Euro Deckung kostet der teuerste untersuchte Tarif mehr als doppelt so viel wie der günstigste.
Gleichzeitig werden Drohnen heute so vielseitig eingesetzt wie nie: bei der Rehkitzrettung, durch Feuerwehren und Rettungskräfte, bei der Inspektion von Solaranlagen oder für Foto-, Video- und Social-Media-Projekte. Mit den unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten verändern sich auch die Anforderungen an den Versicherungsschutz. Genau hier liegt das Problem: Viele Piloten vergleichen Preise und Deckungssummen, bevor sie geklärt haben, welche Absicherung sie für ihren konkreten Einsatz überhaupt benötigen. Vor diesem Hintergrund hat Drohnen-Camp seine Informationsseite zur Drohnenversicherung erweitert. Dort finden Piloten Informationen zu Versicherungsarten, gesetzlichen Anforderungen und typischen Fehlerquellen sowie einen neuen Spezialrechner. Dieser setzt bereits vor dem eigentlichen Tarifvergleich an und hilft zunächst dabei, den individuellen Versicherungsbedarf einzugrenzen.
Versicherungspflicht bekannt, tatsächlicher Bedarf oft nicht
Wer in Deutschland eine Drohne im Freien betreibt, benötigt eine Haftpflichtversicherung. Doch versichert zu sein bedeutet nicht automatisch, für jeden geplanten Einsatz passend abgesichert zu sein. „In unseren Schulungen erleben wir regelmäßig Teilnehmer, die bereits eine Versicherung abgeschlossen haben, aber nicht genau wissen, welche Risiken tatsächlich abgedeckt sind“, sagt Francis Markert, Mitgründer von Drohnen-Camp, vom Luftfahrtbundesamt anerkannter Prüfer für A2- und STS-Fernpilotenzeugnisse sowie Co-Autor des Fachbuchs „Drohnen – die große Fotoschule“. Ob der Tarif zur tatsächlichen Nutzung der Drohne passt, hängt jedoch von weiteren Faktoren ab: Wo wird geflogen? Erfolgt die Nutzung ausschließlich privat? Werden mehrere Drohnen eingesetzt? Sind besondere Einsätze geplant? Und gilt der Versicherungsschutz auch im Ausland?
Gleiche Deckung bedeutet nicht gleicher Schutz
Wie groß die Unterschiede sein können, zeigt bereits der Blick auf den Preis. Bei den untersuchten Privatversicherungen mit fünf Millionen Euro Deckung reicht der Jahresbeitrag von 46,41 Euro bis 95,20 Euro. Trotz identischer Deckungssumme liegt der Unterschied damit bei mehr als 100 Prozent. Auch bei besonderen Einsatzarten unterscheiden sich die Angebote deutlich. Flüge außerhalb der direkten Sichtweite, sogenannte BVLOS-Flüge, sind bei rund drei Viertel der untersuchten Varianten nicht versichert. 17 der 41 Varianten versichern nur eine einzige Drohne. Noch deutlicher fällt der Unterschied bei landwirtschaftlichen Einsätzen aus: Streu- oder Sprühflüge sind bei rund 93 Prozent der untersuchten Varianten nicht standardmäßig eingeschlossen. „Eine hohe Deckungssumme oder ein günstiger Beitrag bedeuten noch nicht automatisch, dass ein Tarif für den eigenen Einsatz geeignet ist. Entscheidend ist, was ich mit meiner Drohne tatsächlich machen möchte und ob genau diese Nutzung abgesichert ist“, sagt Markert.

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