Ergo plant größeren Stellenabbau

17.02.2026

Foto: Ergo Turm, Düsseldorf © Ergo

Der Versicherer Ergo plant in Deutschland einen deutlichen Stellenabbau. Bis Ende 2030 sollen rund 1000 Arbeitsplätze wegfallen, etwa 200 pro Jahr. Darauf verständigte sich die Tochter von Munich Re mit den Arbeitnehmervertretern im Rahmen eines Interessenausgleichs, wie aus einem Artikel des Handelsblatts hervorgeht. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis dahin ausgeschlossen, der Abbau soll über natürliche Fluktuation, Altersteilzeit und freiwillige Programme erfolgen.

Hintergrund sind neben einem anspruchsvollen Marktumfeld vor allem technologische Umbrüche. Der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz automatisiert zunehmend Routineaufgaben in Schadenbearbeitung, Verwaltung und Service. Bestimmte Funktionen werden dadurch perspektivisch weniger benötigt.

Zugleich prüft der Konzern Verlagerungen von Verwaltungs- und IT-Aufgaben ins Ausland, unter anderem nach Polen und Indien, wo bereits Hubs bestehen. Parallel sollen neue Stellen in Wachstumsregionen entstehen. Teil der Neuausrichtung ist zudem ein Reskilling-Programm mit rund 500 Qualifizierungsplätzen, um Beschäftigte auf veränderte Anforderungen vorzubereiten. (mho)

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