Finanzielle Selbstbestimmung im Pflegefall
27.04.2026

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Das sollte beim Abschluss einer Pflegezusatzversicherung beachtet werden
· Frühstart lohnt sich: Eine Zusatzversicherung bildet Rücklagen, aus denen die Leistungen bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit gezahlt werden. Je länger die Laufzeit des Vertrages, desto geringer der Monatsbeitrag, der zum Aufbau des Kapitalstocks notwendig ist. Deswegen lohnt sich ein Abschluss in jungen Jahren.
· Umfassend informieren: Es gibt eine große Auswahl an Pflegezusatzversicherungen, mit passenden Tarifen für jeden. Interessierte sollten daher verschiedene Optionen vergleichen.
· Absicherung schon ab Pflegegrad 2: Es ist nahezu unmöglich vorherzusehen, wann, wo und von wem man einmal gepflegt werden muss. Deshalb sollte die Pflegezusatzversicherung schon bei unteren Pflegegraden leisten, und zwar sowohl ambulant als auch stationär.
· Dynamisierung vereinbaren: Die Kosten für die Pflege steigen. Deswegen sollten die Leistungen der Pflegezusatzversicherung angepasst werden können – es ist sinnvoll, dass der Tarif diese Option ohne erneute Gesundheitsprüfung und Wartezeit vorsieht.
· Beiträge im Pflegefall einkalkulieren: Auch im Pflegefall muss der Beitrag zur Pflegezusatzversicherung oft weitergezahlt werden. Einige Tarife sehen eine Beitragsbefreiung bei Pflegebedürftigkeit vor. Dies kann sinnvoll sein, erhöht aber den Monatsbeitrag.
· Kindernachversicherung: Bei der Pflegezusatzversicherung gibt es die Möglichkeit, Neugeborene ohne Gesundheitsprüfung in den Versicherungsschutz eines Elternteils aufzunehmen.
· Zusatzversicherung auch mit Vorerkrankung: Ist eine klassische Pflegezusatzversicherung wegen Vorerkrankungen nicht möglich, ist die geförderte Pflegezusatzversicherung eine gute Alternative. Hier wird kein Antragsteller abgelehnt. Diese Versicherung kann auch als Ergänzung zu anderen Pflegezusatzversicherungen abgeschlossen werden.
· Im Zweifel Leistungen reduzieren: Sollte eine Beitragsreduzierung notwendig sein (z.B. bei sinkendem Einkommen), kann die Dynamisierung ausgesetzt oder der Versicherungsumfang reduziert werden. Dadurch sinkt der Beitrag und man behält dennoch einen Vorsorgeschutz.
Mit Abschluss einer Pflegezusatzversicherung gewinnen Versicherte die Sicherheit, in jedem Fall – auch bei einer überdurchschnittlich langen Pflegedauer – finanziell vorgesorgt zu haben. Darüber hinaus schont die finanzielle Vorsorge im Pflegefall die eigenen Ersparnisse. Deswegen ist eine Pflegezusatzversicherung auch für diejenigen interessant, die die Eigenanteile eigentlich aus dem eigenen Vermögen zahlen könnten. Denn dieses können sie damit schonen und für andere Dinge verwenden oder später vererben. (mho)

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