nordIX-Fondsstrategien schließen 2025 mit positiven Jahresergebnissen ab

26.01.2026

Claus Tumbrägel, Vorstand der nordIX AG - Foto: © nordIX AG

Das Jahr 2025 hat in vielen Rentensegmenten wieder laufenden Ertrag ermöglicht, zugleich blieb das Marktumfeld durch politische Risiken und wechselnde Risikoprämien geprägt. Die nordIX-Strategien haben sich in diesem Szenario bewährt.

Die drei Fondsstrategien der Hamburger Fixed-Income-Boutique nordIX haben 2025 in unterschiedlichen Marktsegmenten Ertragsbeiträge geliefert. Der „nordIX Renten plus“ mit Investitionsschwerpunkt in Anleihen von Banken und Versicherungen erzielte 2025 eine Wertentwicklung von 5,40 Prozent in der I-Tranche (R-Tranche: 5,21 Prozent) und beendete den Dezember nahezu unverändert mit 0,03 Prozent (R-Tranche: 0,02 Prozent). Der zinsgesicherte „nordIX Anleihen Defensiv“ mit Schwerpunkt in Investment Grade- Unternehmensanleihen schloss 2025 mit 3,92 Prozent in der I-Tranche ab und legte im Dezember um 0,55 Prozent zu. Der auf den Kauf von Konsumentenkrediten spezialisierte „nordIX European Consumer Credit Fonds“ (ECCF) setzte seine stetige Entwicklung fort und kam 2025 auf 6,25 Prozent; seit Auflage am 15. April 2021 liegt die kumulierte Wertentwicklung bei 20,83 Prozent. Zum Jahresauftakt bleibt das Umfeld von (geo-)politischen Störimpulsen geprägt. Die Anfang Januar gemeldete Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Kräfte hat international stark divergierende Reaktionen ausgelöst und erhöht das Risiko kurzfristiger Volatilität in Risikoassets, Rohstoffen und Kreditmärkten. Jüngst verschärfen sich die mit neuen Zollankündigungen flankierten Auseinandersetzungen zwischen den USA und Europa durch den eskalierenden Streit um Grönland.

Der „nordIX Renten plus“ ist als ertragsorientierte Rentenstrategie mit Schwerpunkt auf Emissionen von Finanzinstitutionen ausgerichtet und nutzt Senior- sowie ausgewählte Nachranganleihen, um Mehrverzinsungen unter definierten Risikobudgets zu vereinnahmen. Die Ergebnisse 2025 spiegeln nach Aussage des Fondsmanagements vor allem die laufende Verzinsung sowie stabile bis leicht rückläufige Risikoprämien wider. „Wir gehen für 2026 von einem weiterhin tragfähigen Umfeld aus. Das Banken- und Versicherungswesen ist aus unserer Sicht selbst unter Stressszenarien stabil, und von Zinssteigerungen gehen wir unter sonst gleichen Bedingungen vorerst nicht aus. Entscheidend bleibt eine disziplinierte Titelselektion mit Blick auf Liquidität“, sagt Jens Franck, Partner und Portfoliomanager.

Der „nordIX Anleihen Defensiv“ investiert in ein Investment-Grade-Portfolio aus Unternehmens-, Bank- und Staatsanleihen und setzt Zins- und Kreditderivate gezielt ein, um Ertragsquellen zu erschließen und Zinsrisiken nahezu zu neutralisieren. Angesichts eines optimistischen Sentiments und niedriger Risikoprämien baut das Management nach eigenen Angaben Mittel aus Zuflüssen und Fälligkeiten vorübergehend als Liquiditätsreserve auf und rechnet zugleich mit einer Wiederbelebung des Neuemissionsmarkts. „Im ‚Anleihen Defensiv‘ setzen wir auf Risikokontrolle und halten Liquidität vor, um Neuemissionen selektiv nutzen zu können. In einem Umfeld enger Risikoprämien entscheidet die Umsetzung über den Ergebnisbeitrag“, so Jens Franck.

Der „nordIX European Consumer Credit Fonds“ (ECCF) ergänzt die klassischen Rentenstrategien um eine Ertragsquelle aus europäischen Konsumentenkrediten. Per 15. Januar 2026 lag das Fondsvolumen bei mehr als 162 Millionen Euro; die Einjahresvolatilität Pressemitteilung

liegt bei 0,33 Prozent, die durchschnittliche gewichtete Laufzeit (WAL) bei 1,6 Jahren. Das Konzept basiert auf granularen Kreditportfolios und zielt auf planmäßige Zins- und Tilgungsrückflüsse; dadurch kann die Korrelation zu klassischen Zins- und SpreadBewegungen begrenzt bleiben. „Wir arbeiten mit einer breiten Streuung über europäische Märkte und Partner und achten auf ein robustes Verhältnis von Ausfallwahrscheinlichkeit und Zins. Damit bleibt der Fonds als Cashflow-orientierter Baustein auch 2026 gut einsetzbar, gerade wenn traditionelle Märkte phasenweise stärker schwanken“, sagt Claus Tumbrägel, Vorstand der nordIX AG und Fondsmanager des ECCF.

Für 2026 erwartet nordIX ein Spannungsumfeld aus abwartenden bis senkenden Notenbanken, fiskalischen und geopolitischen Herausforderungen, in dem Ergebnisbeiträge stärker von Umsetzung und Risikobudgetierung abhängen als von breiten Marktbewegungen. In den liquiden Rentensegmenten wird die Kombination aus Emissionsvolumina, Laufzeitprämien und Phasen geringerer Sekundärmarktliquidität die Opportunitäten bestimmen; im Credit-Bereich dürfte die Spread-Dispersion zwischen Emittenten und Sektoren weiter an Bedeutung gewinnen. Die Fondsstrategien fokussieren deshalb laufenden Carry, eine selektive Nutzung des Primärmarkts und eine aktive Liquiditätssteuerung, um auch bei wechselnden Marktszenarien stabile Ertragsbeiträge zu erzielen. Grundsätzlich lautet die Arbeitshypothese, dass gesunde Marktkorrekturen erneute Investitionschancen darstellen, daher ist der Blick auf das Jahr 2026 mit der Kenntnis aller Herausforderungen konstruktiv.(fw)