Studie: Eurokrise verunsichert Märkte und mittelständische Unternehmen

07.02.2013

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Die Eurokrise ist mit Sorgen um die Entwicklung der Absatzmärkte und der Planungssicherheit in der mittelständischen Realwirtschaft angekommen. 72 Prozent der befragten Unternehmen und sogar 75 Prozent der exportierenden Unternehmen geben an, dass die Eurokrise die mittel- und langfristige Planungssicherheit nicht nur verringert, sondern sich negativ auf die eigene Geschäftstätigkeit auswirkt. 63 Prozent fürchten, dass sich die Konjunktur abschwächt. Dies sind Kernergebnisse der zwölften Studie der „Unternehmer-Perspektiven“, einer Mittelstandsinitiative der Commerzbank, mit dem Titel „Gute Schulden – schlechte Schulden: Unternehmertum in schwierigen Zeiten“.

(fw/ah) Hierzu befragte TNS-Infratest im Januar 2012 Geschäftsführer und Inhaber von 4.000 mittelständischen Unternehmen nach den Auswirkungen der Eurokrise und ihrer Haltung zu Schulden. "Deutsche mittelständische Unternehmen sehen zwar mit Sorge, aber ohne jeden Alarmismus auf die Folgen der Eurokrise. Die Unternehmen wissen, dass sie in den letzten Jahren auch stark vom Euro profitiert haben", so Markus Beumer, Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG und zuständig für das Mittelstandsgeschäft. "Dass die Eurokrise aber wirtschaftspsychologisch Spuren hinterlässt, sehen wir exemplarisch an folgendem Ergebnis: Auf die Frage, welche Konsequenzen man in der Finanzierung fürchte, äußert fast ein Drittel der mittelständischen Unternehmer Besorgnis um Zinsen und Tilgung von Krediten. Dabei waren die Zinsen noch nie so niedrig wie zurzeit", Beumer weiter.

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