W&W-Gruppe steigert Ergebnis
27.03.2026

Jürgen A. Junker, Vorstandsvorsitzender der W&W AG. Foto: © W&W AG
Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat 2025 ihr Ergebnis kräftig gesteigert. Das IFRS-Konzernergebnis legte um mehr als das Dreifache auf 121 Millionen Euro (Vorjahr: 35 Millionen Euro) zu. Das HGB-Ergebnis der W&W AG stieg auf 146 Millionen Euro (Vorjahr: 135 Millionen Euro). Dank des starken Wachstums im Neugeschäft konnte die Gruppe die Marktposition weiter ausbauen. Die Marktanteile stiegen. Der Hauptversammlung wird eine konstante Dividende von 65 Eurocent je Aktie vorgeschlagen.
Jürgen A. Junker, CEO der W&W-Gruppe: „2025 haben wir ein eindeutig starkes Ergebnis erzielt. Wir sind damit nach dem durch Unwetterereignisse belasteten Jahr 2024 zurück auf unserem nachhaltigen Kurs. Wir beweisen jeden Tag, wie substanzstark und operativ erfolgreich unsere Gruppe ist. Im Geschäft und bei unseren Kundinnen und Kunden sind wir in den vergangenen Jahren deutlich vorangekommen. Dies zeigen insbesondere die Erfolge im Neugeschäft. Die W&W-Gruppe steht gut da, und wir haben weiter viel Potenzial, das wir heben werden.“
Geschäftsfelder wachsen weiter
Die Schaden- und Unfallversicherung der Württembergischen Versicherung setzt den Ertrags- und Wachstumskurs fort. Bei einer Combined Ratio (brutto) von 86,2 (Vorjahr: 102,7) Prozent konnte im Jahr 2025 erneut ein erfreuliches Wachstum im Neu- und Ersatzgeschäft von 472 Millionen Euro erzielt werden (Vorjahr: 436 Millionen Euro). Der Jahresbestandsbeitrag wurde damit zum Vorjahr um 8,3 Prozent deutlich ausgebaut. Dazu beigetragen haben alle drei Segmente Kraftfahrt (plus 9,8 Prozent), Privatkunden (plus 9,1 Prozent) und Firmenkunden (plus 3,8 Prozent).
In der Lebensversicherung setzte sich der Ausbau der Marktposition der letzten Jahre fort. So stieg die Beitragssumme des Neugeschäfts um 13,7 Prozent auf 3,69 Milliarden Euro. Auch in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) lag die Beitragssumme mit rund 1,2 Milliarden Euro über dem Vorjahr (1,1 Milliarden Euro). Das Neugeschäft in der Lebensversicherung, bestehend aus laufendem Beitrag und Einmalbeitrag, wuchs um 15,6 Prozent und stieg auf 535 Millionen Euro.
Die Württembergische Krankenversicherung blieb 2025 auf Wachstumskurs und steigerte den Jahresneubeitrag um 8,6 Prozent auf 12,6 Millionen Euro, vor allem dank einer dynamischen Nachfrage in der betrieblichen Krankenversicherung.
KI-Einsatz wird forciert – mehr Weiterbildung
Die W&W-Gruppe treibt den Einsatz der Künstlichen Intelligenz (KI) aktiv im Rahmen der Ambition Bestform 2030 voran. Zu den KI-Lösungen, die bereits im Einsatz sind, zählen etwa Sprachdialogsysteme im Kundenservice, Bilanzanalysen im Kreditgeschäft und Assistenzsysteme in den Versicherungssparten Leben, Kranken, Komposit und Baufinanzierung. Weitere werden zügig folgen. Die W&W-Gruppe versteht KI – verantwortungsbewusst eingesetzt – als Möglichkeit, in allen Bereichen des Unternehmens besser, schneller und agiler zu werden und so die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden zu erfüllen. Der Vorsorgekonzern investiert deutlich in zukunftsgerichtete Qualifizierung, um die KI-Kompetenz auszubauen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, die Potenziale der KI zu nutzen – auch für ihre eigene Laufbahn. Wie erfolgreich die W&W beim Einsatz neuer Technologien ist, wird nicht zuletzt bei Adam Riese, der digitalen Plattform der W&W-Gruppe, deutlich. Sie hat bereits heute, wenige Jahre nach ihrer Gründung, mehr als 450.000 Kundinnen und Kunden.
W&W-CEO Junker ergänzt: „Das Geschäftsmodell der W&W-Gruppe – davon sind wir überzeugt – muss digitaler, standardisierter und noch effizienter werden. Daran werden wir in den nächsten Jahren mit Hochdruck arbeiten.“
Ausblick
Für 2026 strebt die W&W-Gruppe trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein IFRS-Konzernergebnis zwischen 120 und 150 Millionen Euro an. Gleichzeitig leitet sie gezielte Effizienzsteigerungen insbesondere im Geschäftsfeld Wohnen und der IT ein, um unter anderem auf die anhaltende Schwäche an den Immobilienmärkten, Herausforderungen an den Zinsmärkten sowie den allgemeinen Kostendruck zu reagieren. (mho)

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