Zwischenruf zum AVD

01.11.2026

Alexander Heftrich - Foto: Copyright finanzwelt_Karsten Nikolas Liese

Exklusiv

In wenigen Wochen ist 2026 passé. Mit dem Start ins neue Jahr tritt auch das Altersvorsorgedepot (AVD) in Kraft. Ab dem 1. Januar 2027 können Sie mit dem AVD staatliche Förderung für die Altersvorsorge nutzen – bis zu 540 Euro im Jahr und bis zu 300 Euro pro Kind p.a. Ohne an dieser Stelle in die Details zu gehen, einige Bemerkungen als Zwischenruf von der Seitenlinie.

Das bisherige System der Altersvorsorge ist überholt. Nicht erst seit gestern. Insofern ist die Reform der privaten Altersvorsoge dringend geboten. Richtig, wichtig, wenngleich auch (im internationalen Vergleich) zu spät. Aber das hat hier in Deutschland auch etwas mit der Mentalität zu tun. Erst langsam trauen sich viele Bundesbürger ans Investieren ran. Zu tief sitzen Sorgen über mögliche Verluste und negative Erfahrungen. Natürlich ist es auch eine Frage der Finanzbildung. In Schulen und Unis wird bis heute viel gelehrt und vermittelt - ist es aber immer zeitgemäß, up-to-date und relevant für das spätere Berufsleben? OK, das ist eine andere Frage in diesem Zusammenhang.

Was mir wichtig im Kontext des AVD erscheint, ist neben der Einsicht der verstärkten privaten Vorsorge (Eckrente liegt bei 1.600 Euro), dass sich Kunden intensiv mit den diversen Angeboten auseinandersetzen, Rat bei Freunden einholen und nicht in Hektik verfallen. Große Vorhaben brauchen Bedacht. Lassen Sie sich nicht drängen. Es geht um Ihre Vorsorge und Ihr Geld. Nahezu jeden Tages prasseln neue Angebote aus der Versicherungs- und Investmentbranche auf Sie ein. Da braucht es Orientierung. "Free lunch" - den gibt es nicht im Leben! Sollte ich hierbei falsch liegen, bitte melden ;-) Insofern ist auch das Thema Beratung im Zusmmenhang mit dem AVD für die meisten Investoren angeraten und erforderlich. (ah)