„AI Leaders“: langfristige Chancen im KI-Investmentzyklus
14.01.2026

Künstliche Intelligenz hat 2025 in vielen Bereichen den Schritt von Experimenten in produktive Anwendungen weiter vollzogen. Für Aktienanleger zeigte sich dabei ein Umfeld mit hoher Streuung zwischen einzelnen Geschäftsmodellen und zugleich deutlichen Währungseffekten. Der global investierende Aktienfonds mit dem Fokus auf Anbieter und Anwender Künstlicher Intelligenz „AI Leaders“ hat das Jahr 2025 in Euro gerechnet mit einer Wertentwicklung knapp über der Nulllinie abgeschlossen.
Dieses Ergebnis ist vor allem durch die Währungsentwicklung geprägt, da der US-Dollar im Jahresverlauf gegenüber dem Euro deutlich nachgegeben hat. In der Betrachtung der Einzeltitel zeigt sich ein deutlich differenziertes Bild, das stärker von Unternehmensspezifika und Segmentdynamiken getragen wurde als von einem einheitlichen Markttrend. Die Entwicklung der im Fonds gehaltenen Aktien verlief 2025 sehr uneinheitlich, wie Beispiel zeigen. Einzelne Werte verzeichneten hohe Kursgewinne, darunter Micron Technology mit einem Plus von 253 Prozent sowie Lam Research mit einem Plus von 146 Prozent. Auf der anderen Seite standen auch deutliche Rückgänge, etwa bei Tradedesk mit minus 69 Prozent.
„In Euro gerechnet lagen nahezu zwei Drittel der im Fonds gehaltenen Aktien im Minus, während rund ein Drittel im Plus notierte. Diese Streuung unterstreicht, dass sich der KI-Markt zunehmend in Gewinner und Nachzügler ausdifferenziert, je nachdem, wie klar sich Investitionen in Nachfrage, Preise und Margen übersetzen lassen“, sagt Tilmann Speck, Portfoliomanager des „AI Leaders“. Bei den Positionen des „AI Leaders“ handelt es sich um Gesellschaften mit einer führenden Marktposition in einem Segment der KI-Wertschöpfungskette oder in einem zentralen Anwendungsfeld. Der Fonds investiert somit weltweit in Unternehmen, die im Zuge der KI-Transformation nachhaltige Wachstumschancen besitzen.
Für die Einordnung des Jahres 2025 ist zudem entscheidend, dass Währungsbewegungen in einem globalen Aktienfonds die Rendite in Euro spürbar beeinflussen können. Eine Dollarschwäche wirkt sich in der Euro-Perspektive dämpfend aus, auch wenn sich einzelne Unternehmen operativ und am Heimatmarkt positiv entwickeln. Aus Sicht des Fondsmanagements steht daher im Vordergrund, wie sich die Wertschöpfung im KI-Ökosystem real fortsetzt und welche Unternehmen in der Lage sind, Investitionen in Rechenleistung, Dateninfrastruktur und Software in belastbare Geschäftsmodelle zu überführen. Für 2026 bleibt das Umfeld anspruchsvoll, die Ausgangslage verändert sich jedoch. Nach Einschätzung des Fondsmanagements ist nicht damit zu rechnen, dass der US-Dollar erneut in vergleichbarer Größenordnung nachgibt. Gleichzeitig dürfte der Investitionsdruck im KI-Bereich hoch bleiben. Viele Unternehmen investieren, weil sie sich strategisch gezwungen sehen, Anschlussfähigkeit in Produkten und Prozessen zu sichern. Daraus entsteht ein anhaltender Nachfrageimpuls für zentrale Bausteine der KI-Wertschöpfungskette, von Halbleitern und Infrastruktur über Software-Plattformen bis zu Anwendungen in Unternehmen. Nicht jede Investition wird sich im Markt gleich auszahlen, doch der zugrunde liegende Trend bleibt aus Sicht des Fonds intakt, weil KI in immer mehr Bereichen zum Produktivitätsfaktor und zur Infrastrukturkomponente wird.
Die strategische Perspektive des „AI Leaders“ richtet sich daher auf mittel- und langfristige Chancen in Segmenten, in denen sich die ökonomische Nutzung von KI verstetigt. Besonders relevant sind Unternehmen, die KI in skalierbaren Strukturen verfügbar machen, die Kosten der Nutzung senken oder die Integration in kritische Prozesse ermöglichen. Der Fonds fokussiert sich dabei auf Geschäftsmodelle, bei denen Nachfrage und Monetarisierung nachvollziehbar zusammenlaufen, und auf Marktpositionen, die auch in Phasen erhöhter Volatilität tragfähig bleiben können. Das bedeutet also: „2025 war in Euro gerechnet stark von der Währungsentwicklung geprägt, während sich die Einzeltitel sehr unterschiedlich entwickelt haben. Für 2026 erwarten wir ein weiterhin forderndes Umfeld, sehen aber zugleich bessere Voraussetzungen, weil sich Währungseffekte voraussichtlich weniger stark auswirken und der strukturelle Investitionszyklus in KI anhält“, sagt Christian Hintz, Co-Portfoliomanager des „AI Leaders“. (fw)

Lars Konrad ist CIO bei Arete Ethik Invest









