Aller Anfang ist schwer

07.02.2013

© Bernd S. - Fotolial.com

Es gleicht einem Drahtseilakt, der zurzeit in Bezug auf die Unisex-Regelung von den Branchenteilnehmern durchgeführt wird. Wie die Ausgestaltung der neuen Richtlinie in der Tarifwelt aussehen wird, ist noch offen. Nur das Datum an dem die Umsetzung final in Kraft tritt steht mit dem 21. 12. 2012 fest. Das Analysehaus MORGEN & MORGEN bringt mit seinen Übersichten zu den verschiedenen Tarifen Licht in den Tarif-Dschungel.

(fw/ck) MORGEN & MORGEN hat die schon existierenden Übergangslösungen mit Hinblick auf die kommenden Unisex-Tarife analysiert. Betrachtet wurden die Sparten private Rente, Fondsgebundene Rente und Risikoleben innerhalb welcher einige Versicherer schon jetzt Übergangslösungen in Richtung der Unisex-Tarife anbieten. Diese zeigen jedoch noch kein einheitliches Bild: So bieten einige Versicherer schon heute für das vermeintlich risikoreichere Geschlecht (Mann) die günstigere Unisex-Prämie an; das risikoärmere Geschlecht (Frau), erhält bis zum Stichtag im Dezember weiterhin die bisherige Bisex-Prämie - eine kundenfreundliche Übergangslösung. Bis jetzt liegen die Beiträge für die Männer höher. Durch die Ende des Jahres kommenden Unisex-Tarife wird das Risiko beider Geschlechter gleichmäßig verteilt und das jeweils andere Geschlecht zahlt automatisch das höhere Risiko mit. Infolgedessen wird es vor allem für Männer im Bereich Altersvorsorge, private Kranken- sowie Pflegeversicherung teurer werden. "Bis jetzt haben nur wenige Versicherer ihre Tarife auf Unisex umgestellt, doch die Tendenz zu steigenden Beiträgen für Männer in der Altersvorsorge ist erkennbar", erklärt Stephan Schinnenburg, Geschäftsführer MORGEN & MORGEN.

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