hep global erhöht Umsatz

02.11.2026

Martin Vogt, Chief Executive Officer, hep global. Foto: © hep global

hep global hat seine Geschäftszahlen im ersten Halbjahr 2026 deutlich verbessert. Der Umsatz stieg um 72 Prozent auf 17,2 Mio. Euro, während das operative Ergebnis (EBIT) wieder positiv ausfiel. Allerdings bleibt der Konzern unter dem Strich in der Verlustzone und senkt seine Prognose für das Gesamtjahr.

Die Umsatzerlöse von hep global erhöhten sich in den ersten sechs Monaten von 10,0 auf 17,2 Mio. Euro. Das EBIT verbesserte sich von minus 2,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf plus 0,3 Mio. Euro. Der Konzernhalbjahresfehlbetrag verringerte sich von 6,8 auf 3,8 Mio. Euro.

„Diese Entwicklung unterstreicht, dass die strategische Neuausrichtung mit Fokus auf die Greenfield-Projektentwicklung und die eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur wirken“, sagt Martin Vogt, CEO des hep global-Konzerns. „Allerdings konnte die verbesserte operative Profitabilität die Ergebnisbelastungen aus der verzögerten Vermarktung und Realisierung einzelner Projekte nur teilweise kompensieren“, so Vogt. 

Wesentlicher Wachstumstreiber war die Entwicklung und Vermarktung von Solar- und Batteriespeicherprojekten in Deutschland. Die Erlöse aus Projektentwicklungsleistungen stiegen von 6,8 auf 14,7 Mio. Euro. Gleichzeitig profitierte das Unternehmen von Kostensenkungen: Der Personalaufwand ging von 8,8 auf 7,0 Mio. Euro zurück, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 9,9 auf 6,8 Mio. Euro.

Trotz der verbesserten Geschäftsentwicklung korrigiert hep global seine Erwartungen für 2026. Der Konzern rechnet nun mit einem Umsatz zwischen 40 und 45 Mio. Euro statt bislang 45 bis 55 Mio. Euro. Die EBIT-Prognose wurde von 0 bis 10 Mio. Euro auf 1 bis 5 Mio. Euro eingegrenzt. Als Gründe nennt das Unternehmen den anhaltenden Margendruck sowie Verzögerungen bei geplanten Projektverkäufen. Diese hängen unter anderem mit der noch ausstehenden Refinanzierung der im Frühjahr verlängerten Anleihe 2021/2027 zusammen.

Strategisch konzentriert sich hep global zunehmend auf die Entwicklung von Solarprojekten. Das Servicegeschäft wird dagegen zurückgefahren. So wurde die Betriebsführung japanischer Solarparks bereits an einen externen Dienstleister übertragen. Für das US-Servicegeschäft wird ein Verkauf angestrebt.

„Wir haben den Umsatz deutlich erhöht und operativ wieder ein positives Ergebnis erreicht. Gleichzeitig wissen wir, dass dies unsere Herausforderungen bei der Finanzierung und der Realisierung von Projektwerten noch nicht löst“, erklärt Finanzvorstand Christian Hamann. (mho)

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