Kfz-Rating 2026: Jeder fünfte Tarif nur ausreichend
05.11.2026

Michael Franke, Gründer und Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH. Foto: © Marc Theis, Hannover
Bei der Qualität von Kfz-Versicherungen gibt es weiterhin erhebliche Unterschiede. Das zeigt das aktuelle Kfz-Rating 2026 von Franke und Bornberg. Nur 28,3 Prozent der untersuchten Tarife erreichen die Bestnote FFF+, während gut jeder fünfte Tarif lediglich mit „ausreichend“ bewertet wird. Besonders häufig weisen günstige Basistarife Lücken beim Versicherungsschutz für Tierunfälle auf.
Für das Rating analysierte Franke und Bornberg insgesamt 325 Kfz-Tarife von 77 Versicherern anhand von 73 Kriterien. Lediglich 28,3 Prozent erhielten die Höchstbewertung FFF+ (hervorragend), weitere 22,5 Prozent die Note FFF (sehr gut). Dagegen schnitten 68 Tarife beziehungsweise 20,9 Prozent nur mit F+ (ausreichend) ab.
Ein wesentlicher Grund dafür sind Einschränkungen beim Schutz vor Tierunfällen. Bei 49 Tarifen ist der Versicherungsschutz in der Teilkasko auf Zusammenstöße mit Haarwild wie Rehen oder Wildschweinen begrenzt. Kollisionen mit anderen Tieren, etwa Hunden oder Pferden, sind damit nicht abgedeckt. Für eine Bewertung ab FF (befriedigend) verlangt Franke und Bornberg hingegen Versicherungsschutz bei Zusammenstößen mit Tieren aller Art.
„Ein Tarif, der beim Zusammenstoß nach der Tierart unterscheidet, lässt Teilkasko-Versicherte im Ernstfall mit einer Lücke zurück, die sie beim Abschluss kaum bemerken“, erklärt Geschäftsführer Michael Franke. Neu im Rating 2026 ist die Bewertung besonderer Abstellkosten für beschädigte Elektrofahrzeuge. Damit erweitert Franke und Bornberg die bereits bestehenden Anforderungen an Akku-Schutz, Diagnostik, Lagerung und Entsorgung.
Weitere Schwachstellen sieht das Analysehaus bei Folgeschäden durch Tierbisse. Für die beiden höchsten Ratingklassen müssen diese mit mindestens 3.000 Euro abgesichert sein. Positiv entwickelt sich dagegen die Neupreisentschädigung: Immer mehr Versicherer bieten bei Totalschäden eine Erstattung des Neupreises über 36 oder sogar 48 Monate an.
Bei den Kfz-Beiträgen erwartet Franke und Bornberg zum Jahreswechsel 2026/2027 kein einheitliches Bild. Je nach Tarif und Risikoprofil seien sowohl Erhöhungen als auch Senkungen möglich. Die Beitragshöhe fließt allerdings nicht in das Rating ein, das ausschließlich die Qualität der Versicherungsbedingungen bewertet. (mho)

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