Bank Sarasin: Indien als Wachstumsmotor
07.02.2013

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Dem jüngsten Researchbericht der Bank Sarasin ist zu entnehmen, dass Indien 2011 sowohl für Asien als auch auf globaler Ebene als Wachstumsmotor fungieren könnte. Allerdings wird auch Indien der 2011 erwarteten globalen Konjunkturabschwächung nicht entgehen können, so die Schweizer Analysten.
Konsum und Investitionsausgaben bleiben die wichtigsten Wachstumstreiber, und das anhaltende robuste inländische Wachstum dürfte die Folgen schwächerer Exporte für die indische Wirtschaft abfedern. Der indischen Wirtschaft steht 2011 eine sanfte Landung bevor, mit einer Wachstumsverlangsamung von 8,5 bis neun Prozent im Jahr 2010 auf 7,5 bis acht Prozent in 2011.
(fw/ah) Da das Wirtschaftswachstum Indiens durch die robuste Inlandsnachfrage während der globalen Rezession im Jahr 2009 gestützt wurde, fiel der Aufschwung 2010 weniger ausgeprägt aus als in stark exportorientierten Volkswirtschaften wie Singapur und Hongkong. Wie bereits vor der Rezession waren Investitionen der wichtigste Wirtschaftstreiber: Historisch niedrige Zinsen und ein starker Investitionsbedarf angesichts der nach wie vor unterentwickelten indischen Infrastruktur hatten eine rege Investitionstätigkeit zur Folge. 2011 wird der indische Außenhandel nach Einschätzung der Bank Sarasin die Folgen der Verlangsamung der globalen Wirtschaftstätigkeit zu spüren bekommen. Dies dürfte sich trotz der Stärke des Inlandssektors auch auf die indische Binnenwirtschaft auswirken, da die Stimmung der indischen Unternehmen nach wie vor vom globalen Zyklus abhängt. In Anbetracht des großen Nachholbedarfs im Infrastrukturbereich werden Investitionen 2011 erneut einen positiven Wachstumsbeitrag leisten. Insgesamt dürfte der Konsum der wichtigste Wachstumstreiber sein und 2011 einen Puffer gegen die Abschwächung bilden.

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