CB Richard Ellis (CBRE): Spitzenmieten für Einzelhandelsflächen stabilisieren sich weltweit

07.02.2013

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In den führenden Retail-Metropolen der Welt haben sich die Spitzenmieten für Einzelhandelsimmobilien im dritten Quartal dieses Jahres stabilisiert. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Immobilienberatungsunternehmens CB Richard Ellis hervor.

(fw/ah) Einige Märkte verzeichnen aufgrund der wirtschaftlichen Erholung und eines steigenden Konsumklimas bereits Mietpreissteigerungen. Dabei sind die Spitzenmieten für Einzelhandelsimmobilien weltweit zwischen dem zweiten und dritten Quartal 2010 um 0,2 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich stiegen die Einzelhandelsmieten in drei der vier weltweiten Regionen, wobei die Region Americas mit einem Jahreswachstum von 6,0 Prozent das stärkste Wachstum verzeichnet hat. In der Region Asia stiegen die Spitzenmieten für Einzelhandelsimmobilien im Vergleichszeitraum um 4,0 Prozent, die Region Pacific verzeichnete ein entsprechendes Wachstum von 3,0 Prozent. Nur in der Region EMEA gaben die Spitzenmietpreise im Schnitt um 3,0 Prozent nach. Die Gründe hierfür liegen in erster Linie in den Auswirkungen der Wirtschaftskrise, besonders in Ländern wie Spanien, Irland und Griechenland. Im dritten Quartal dieses Jahres hingegen haben sich die Spitzenmietpreise in der Region EMEA weitgehend stabil entwickelt. Auch konnten einige Städte im Jahresvergleich signifikante Wachstumsraten erzielen. So stiegen die Mietpreise für Einzelhandelsimmobilien in Edinburgh und London im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 25 bzw. 20 Prozent.

New York City bleibt für Einzelhändler auch im dritten Quartal 2010 der teuerste Standort der Welt. Für einen Quadratmeter sind in der Spitze 14.215 Euro im Jahr zu zahlen. Sydney belegt mit 9.622 Euro pro Quadratmeter den zweiten und Hongkong mit 8.792 Euro pro Quadratmeter jährlich den dritten Platz. London belegt mit 7.036 Euro den vierten und Tokio mit 6.349 Euro pro Quadratmeter jährlich den fünften Platz.

Dabei übertreffen die Wachstumsraten in Schwellenländern in einigen Fällen die der entwickelten Länder. Dies gilt insbesondere für Südamerika, wo aufgrund des Wachstums der Mittelschicht und der steigenden Rohstoffnachfrage weltweit höhere Wachstumsraten als Nordamerika erzielt wurden. In Sao Paulo sind die Einzelhandelsmieten in den vergangenen 12 Monaten um 30 Prozent gestiegen und auch Rio de Janeiro gehört mit einem Wachstum von 23 Prozent im Jahresvergleich zu den fünf Märkten weltweit, in denen das stärkste Wachstum verzeichnet werden konnte.

Karsten Burbach, Head of Retail bei CB Richard Ellis in Deutschland: "Europaweit war das Konsumklima im aktuellen Jahr bisher heterogen, wir erkennen im Vergleich zum vergangenen Jahr aber eine Verbesserung. Die Stimmung unter den Einzelhändlern hat sich im September und Oktober einer Untersuchung von EcoWin zufolge verbessert und ist zum ersten Mal seit dem Frühjahr 2008 positiv. Dabei konzentrieren sich Einzelhändler weiterhin auf die besten Immobilien in den besten Lagen, was zu einer weiteren Polarisierung des Marktes führt. So sind die Leerstandsraten in den zentralen Lagen weiterhin niedrig, während wir in B-Lagen hohe Leerstände verzeichnen."

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