Deutsche Sparer Profiteure der Finanzkrise

07.02.2013

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(fw/ah) Die Deutschen sind tendenziell eher vorsichtig und abwartend. Privatanleger setzen eher auf die sicheren Häfen. Schon Ende letzten Jahres waren die Verluste, die die Finanzkrise beim Geldvermögen hinterlassen hatte, ausgeglichen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Allianz hervor.

Demnach stieg das Geldvermögen in Deutschland im vergangenen Jahr auf 4670 Mrd. Euro. Im Zuge der Finanzkrise war es auf 4430 Mrd. Euro gesunken. Die Studie zeigt erneut auf, dass deutsche Sparer ihr Geld risikoarm anlegen. Im weltweiten Vergleich belegen die Deutschen damit einen vorderen Rang. "Die Finanzkrise ist in der Entwicklung der Geldvermögen noch nicht verarbeitet", kommentierte Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise bei der Vorstellung des ersten "Global Wealth Reports" des Versicherers, der künftig jährlich präsentiert werden soll. Dies gelte insbesondere für die Industrieländer, die vom Einbruch der Finanzmärkte besonders hart betroffen gewesen seien. Deutschland schneide besser ab, weil hierzulande die Sparquote vergleichsweise hoch sei.

Der Nachteil liegt in der vergleichsweise geringen Rendite. Mit einem Pro-Kopf-Geldvermögen von rund 57.000 Euro liege Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz 16. Die Schweiz (163.732 Euro pro Einwohner) führt die Rangliste an, gefolgt von den USA (101.762) und Dänemark (96.242).