Deutsche verschätzen sich bei Unisex

07.02.2013

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Durch die Einführung der Unisextarife ab 21. Dezember 2012 verändern sich die Beiträge für viele Versicherungen – es wird für Männer teurer und für Frauen günstiger oder umgekehrt. Für viele Menschen ist es sinnvoll, ihren Versicherungsschutz noch vor dem Stichtag anzupassen um sich günstig zu versichern. Eine vorab veröffentlichte repräsentative Umfrage des Continentale Versicherungsverbundes auf Gegenseitigkeit zeigt, dass die Deutschen über dieses Thema völlig unzureichend informiert sind. Beratung ist gefragt.

(fw/db) Nur 17 Prozent der Bundesbürger sagen in der aktuellen Umfrage der Continentale aus, sie fühlten sich beim Thema "Unisex-Tarife" gut informiert. 81 Prozent sagen sie seien schlecht informiert. Das geht aus einer vorab veröffentlichten Umfrage aus der Studie "Continetale 2012" hervor. In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS-Infratest wurden bundesweit repräsentativ 1.285 Personen im Alter ab 25 Jahren befragt.

"Unisex-Tarife sind versicherungstechnisch nicht sinnvoll, wurden uns aber vom Gesetzgeber vorgegeben. Umso wichtiger ist bei diesem Thema aber eine kompetente Beratung. Sonst besteht die Gefahr, dass Verbraucher viel Geld verlieren", erläutert Helmut Posch, Vorstandsvorsitzender der Continentale.

Falsche Antworten gab es in der Umfrage durch die Befragten in allen Sparten. Eine realistische Selbsteinschätzung ist nicht vorhanden, wie die Continentale in der Studie ermittelte.

Die Bevölkerung wurde gefragt, ob in verschiedenen Versicherungssparten die Absicherung für Männer oder für Frauen teurer werde. Und bei keiner Sparte lag die Mehrheit richtig.

Rentenversicherungen werden in der Tendenz für Männer teurer - das sagen aber nur 38 Prozent der Bevölkerung.

Auch bei privaten Krankenversicherungen steigt der Beitrag in der Regel für Männer. Dies meinen aber lediglich 41 Prozent der Bürger.

Risikolebensversicherungen werden hingegen für Frauen teurer - hier liegen nur 32 Prozent richtig.

Teurer wird es für Frauen ab dem Stichtag ebenfalls in der Kfz-Versicherung. Aber auch hier geben nur 39 Prozent die richtige Antwort.

Persönliche Beratung durch Vermittler ist erwünscht

Diese Beratung wünscht sich die Mehrheit der Befragten durch einen Vermittler. 55 Prozent der Bundesbürger bevorzugen zum Thema "Unisex" eine persönliche Beratung durch einen Versicherungsvermittler. Nur 22 Prozent möchten eigenständig Informationen einholen. Nur jeder Fünfte (21 Prozent) lehnen eine persönliche Beratung ab.

Die Befragung erfolgte im Rahmen der Continentale-Studie 2012, die vollständig erst im September 2012 veröffentlicht wird.

Die Continentale-Studie wird seit dem Jahr 2000 jährlich durchgeführt und ist damit eine der ältesten kontinuierlichen Untersuchungen mit dem Fokus Gesundheitswesen und Krankenversicherung in Deutschland.

Continentale Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit