Die Kombination aus Pflicht und Kür

26.03.2013

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In Ratings und im Produktvergleich von Pflegeversicherungen schneiden vor allem zwei flexible Kombiprodukte besonders gut ab. Eines kommt aus Frankfurt am Main und sein Mitbewerber aus dem südlichen München.

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung von maximal 1.550 Euro in Pflegestufe 3 reichen nicht aus, die Kosten in einem Pflegeheim zu decken. Diese liegen bei etwa 3.400 Euro pro Monat. Seit 2013 fördert der Staat den Abschluss eines privaten Pflegetagegeldes, kurz Pflege-Bahr genannt, mit jährlich 60 Euro. Die Leistung beträgt monatlich mindestens 600 Euro in Pflegestufe 3, davon 30 % in Pflegestufe 2, 20 % in Pflegestufe 1 und 10 % in Pflegestufe 0. Der Mindestbeitrag beträgt monatlich 15 Euro. „Der Gesetzgeber hat hier nach langen Diskussionen einen richtigen und wichtigen Schritt getan und der Bevölkerung die notwendige private Vorsorge zum Schließen der Pflegelücke attraktiver gestaltet“, so Dr. Rainer Reitzler, Vorstandsvorsitzender der Münchener Verein Versicherungsgruppe.

Seit 2013 bietet die Münchener Verein Versicherungsgruppe Pflegetagegeld nun auch mit staatlicher Förderung an. Der Tarif „Deutsche Privat Pflege Plus“ ist leistungsstärker, als es die staatlichen Anforderungen verlangen – mit einer echten Weltgeltung, einer Inflationssicherheit aufgrund der obligatorischen Dynamik und einer deutlichen Reduzierung der staatlichen Wartezeit um 40 %. Der flexible Baukasten des neuen Produkts gestattet einen Pflegeschutz nach Maß. Der Kunde bezahlt nur für die Leistung, die er wirklich braucht. Für jede Pflege stufe sind die Tagegeldhöhen individuell gestaltbar. Auswählbar ist, ob die Tagegelder bei vollstationärer oder auch bei ambulanter Pflege zu leisten sind. Weitere Leistungsschwerpunkte sind eine Einmalleistung bis 10.000 Euro – damit kann bspw. ein Treppenlift oder ein pflegegerechter Umbau der eigenen vier Wände bezahlt werden. Volle Leistung erfolgt auch bei Laienpflege sowie eine bundesweite 24 Stunden-Pflegeplatzgarantie. „Mit diesem flexiblen Pflegeprodukt erhält ein Kunde alle Möglichkeiten, seine Pflegevorsorge individuell zu gestalten und auch gleichzeitig noch die staatliche Förderung zu nutzen“, so Matthias Brauch, Geschäftsführer der Softfair GmbH und Anbieter der Vergleichssoftware „Pflege- Lotse“.

Die Pflege-Zusatzversicherung „DFV Deutschland Pflege“ der DFV Deutsche Familienversicherung AG ist vom unabhängigen Analysehaus Morgen & Morgen mit Höchstwerten bewertet worden. „Das Rating bestätigt das Konzept unseres Pflegetagegelds und unseren Anspruch, das leistungsfähigste Produkt anzubieten. Die Analyse dokumentiert außerdem, dass wir einer der führende Anbieter in diesem Segment sind und für den Verbraucher ein optimales Bedingungswerk entwickelt haben“, kommentiert Philipp J.N. Vogel, Vorstand DFV Deutsche Familienversicherung AG, das Produktrating. So leiste der Frankfurter Versicherer DFV bereits im Demenzfall uneingeschränkt. Für den Fall, dass Demenz und Pflegebedürftigkeit in einer versicherten Pflegestufe zusammenfallen, kann das Pflegegeld verdoppelt werden. Die Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit und im Pflegefall ermöglicht eine besondere finanzielle Entlastung für Kunden in einer solchen Engpass-Situation. Unabhängig, ob die Pflege zu Hause oder stationär erfolgt, stehen dem Versicherten immer 100 % des Pflegegeldes zur Verfügung. Die weltweite Leistung runde auch hier das Angebot ab.

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Dietmar Braun_

Pflege-Bahr - Printausgabe 02/2013