Die richtige Würze

04.03.2013

Versicherungspolicen mit vermögensverwaltenden Fonds liegen im Trend. Der Grund ist einfach, Versicherungsvermittler und an Versicherungsschutz interessierte Kunden sind keine Experten für Investmentfonds.

Der Vertrieb von Fondspolicen ist für Vermittler einfacher als die Kombination aus Investmentdepot und einer Risikopolice. Es sind keine Finanzanlagen nach 34f-Gewerbeordnung, sondern es ist eben ein Versicherungsprodukt. Dafür reichen die bestehende 34d-Gewerbe- Erlaubnis und die Beratungsdokumentation für die Versicherungspolice aus.

Aus Kundensicht stehen die Sicherheit und Steuervorteile im Vordergrund. Die beste Performance ist also nicht das Ziel, sondern es sollte eine relativ stabile und risikogemanagte Ertragsentwicklung sein. Genau das bekommt der Kunde mit einer Fondspolice heutzutage. Die angesagte Lösung sind Fondpolicen mit Vermögensverwaltenden Fonds (VV-Fonds). „Vermögensverwaltende Fonds haben den Ansatz, die Kaufkraft für den Anleger zu erhalten. Sie setzen dies aber mit Mitteln um, die ein Anleger selbst nachvollziehen könnte, und sie streben den realen Kapitalerhalt auf eine mittlere Sicht, etwa drei Jahre bei den defensiven Produkten, an. Der größte Unterschied ist aber, dass VV-Fonds als Basisinvestment geeignet sind, also eine ganzheitliche Vermögensverwaltung in einen Produkt realisieren", so Klaus-Dieter Erdmann, Geschäftsführer von MMD Multi Manager GmbH aus Arnsberg, die die größte Datenbank mit VV-Fonds in Deutschland betreibt.

Der Trend zu Fondspolicen mit VV-Fonds ist schnell erklärt. Wenn buchstäblich das Salz in der Suppe fehlt, können die sonst enthaltenen Zutaten noch so gut sein – die Suppe schmeckt einfach nicht. Und so braucht auch eine fondsgebundene Versicherung die „richtige Würze", um erfolgreich zu sein – nämlich die richtigen Fonds. Denn nur wer gute Fonds für seine Kunden im Vertrag hat, kann eine sichere Rendite und eine nachhaltige Privatrente in Aussicht stellen. Leider ist nicht jeder Versicherungsvermittler oder Makler ein Profikoch, wenn es um die Rezepte für ein passendes Portfolio für Fondspolicen geht. Viele können oder möchten nicht für Kunden die Fonds – wie ein Koch die Zutaten – eigenständig zusammenstellen. Die richtige Würze für das Fondspolicen-Portfolio verspricht bspw. die Condor als Maklerversicherer der R+V Versicherungsgruppe. Der traditionelle Maklerversicherer aus Hamburg lässt sich bei VV-Fonds exklusiv von MMD und Erdmann beraten. Für die Praxis bietet die Condor eine Lösung an, die hochwertige und exklusive Fondsrezepte beinhaltet, die sonst nur sehr vermögenden Kunden offen stehen. Die Strategieportfolios gibt es in drei Geschmacksrichtungen, welche den von den Kunden wählbaren und wechselbaren Risikoklassen entsprechen: „Mild" Für defensiv orientierte Kunden mit einer eher niedrigen Risikobereitschaft, „Mittelscharf" für Kunden, die ein „ausgewogenes" Portfolio bevorzugen (etwa zur Hälfte sicherheitsorientierte mit dynamischen Fonds im Portfolio kombiniert). „Scharf" für Kunden mit einer eher höheren Risikobereitschaft – ein „dynamisches" Portfolio als VV-Fonds.

So ist hier eine neue Kategorie von Kapitalanlage in Fondspolicen entstanden. Berater von Fondspolicen wollen oder können sich nicht aktiv um die Kapitalanlage kümmern, da wird schon eher der „Profiküche" vertraut. Zudem sind Fondswechsel im Versicherungsmantel steuerfrei.

Dietmar Braun

Fondspolicen