Erwartungen im Premierenjahr übertroffen

07.06.2021

Dr. Wolfgang Breuer, Vorstandsvorsitzender Provinzial Konzern / Foto: © Provinzial

Das erste Jahr des fusionierten Provinzial Konzerns war durch die Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie geprägt. Angesichts dieser Umstände verlief das Premierenjahr des neu entstandenen Versicherers erfolgreich.

Die Fusion der Provinzial NordWest und der Provinzial Rheinland zur Provinzial Konzern AG wurde im Juli vergangenen Jahres rückwirkend zum 1. Januar vollzogen. Im ersten Geschäftsjahr hat der neu entstandene Konzern Gesamtbeiträge von 65,1 Mrd. Euro erwirtschaftet, 1,6 % mehr als die beiden Ursprungsgesellschaften im Vorjahr zusammen. „Damit haben wir erneut besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt“, freut sich der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfang Breuer. So ist der Gesamtmarkt in der Schaden-/ Unfall- und Lebensversicherung um insgesamt 1 % gewachsen. Auch mit dem Ergebnis zeigte sich Breuer hoch zufrieden: „Unser Konzern-Ergebnis von 165,9 (Vorjahr 146,3) Mio. Euro vor Steuern liegt deutlich über unseren Erwartungen. Dazu haben alle Regionalversicherer des Konzerns, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner vor Ort, die in dieser anspruchsvollen Zeit für die Kundinnen und Kunden da waren, in hervorragender Weise beigetragen.“

4 Mrd.-Marke knapp verpasst

In der Schaden- und Unfallversicherung nahm der Provinzial Konzern im vergangenen Jahr 3,97 Mrd. Euro ein, 4,6 % mehr als ein Jahr zuvor. Damit wuchs der Versicherer doppelt so stark wie der Markt. Ein wesentlicher Wachstumstreiber für den Provinzial Konzern war die Beitragsentwicklung der Wohngebäudeversicherung, wo dank eines Wachstums von 6,9 % Beiträge in Höhe von 1,06 Mrd. Euro eingenommen wurden. Deutlich stärker als der Markt war das Wachstum in der Kraftfahrzeugversicherung: Mit 1,21 Mrd. Euro lagen die Beitragseinnahmen in diesem Bereich um 2,9 % höher als im Vorjahr, der Markt wuchs „nur“ um 0,9 %.

Infolge von Sturmereignissen wie „Sabine“ und „Victoria“ sowie Großschäden durch Feuer hat die Schadensbelastung gegenüber dem schadensarmen Vorjahr leicht zugenommen. Diese wurde jedoch durch coronabedingt rückläufige Aufwendungen in der Kraftfahrtversicherung sowie eine Regresszahlung infolge der endgültigen Abwicklung eines Großschadens abgemildert. Mit 85,2 % lag die Schaden-Kosten-Quote um 3,8 Prozentpunkte unter dem Marktdurchschnitt.

Die Betriebsschließungsversicherung musste coronabedingt mehr Schäden regulieren als sonst und schlug mit Gesamtaufwendungen von ca. 23 Mio. Euro zu Buche. Insgesamt konnte mit diesem Geld 2.400 Betrieben geholfen werden. „Es gab sehr positive Rückmeldungen der Versicherungsnehmer und des Vertriebs, da wir in der überwiegenden Zahl der Fälle für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösungen finden konnten“, berichtet Breuer. Im Privatkundenbereich gab es zudem diverse spartenspezifische Corona-Maßnahmen wie bspw. die Anpassung der Jahres-Kilometerleistung in der Kfz-Versicherung oder auch den Einschluss des Internetschutzes in der Hausratversicherung.

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