Fidelity-Studie: Dachfondsmarkt zeigt sich von Finanzkrise unbeeindruckt

07.02.2013

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Das von Dachfonds mit deutscher Vertriebszulassung verwaltete Vermögen ist im vergangenen Jahr um 15 Prozent auf 52,6 Mrd. Euro gestiegen. Der Trend zu offener Architektur im deutschen Dachfondsmarkt hält weiter an. Das ist die zentrale Aussage der Dachfondsstudie von Fidelity in Zusammenarbeit mit dem Fondsanalysehaus Morningstar.

(fw/ah) Mit 63 Prozent entfiel der weit größere Teil der Bestände auf Dachfonds mit offener Architektur, deren Fondsmanager überwiegend in Produkte außerhalb der eigenen Gesellschaft investieren. Zwei Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise hat sich der deutsche Dachfondsmarkt wieder erholt. Mit einem verwalteten Vermögen von 52,6 Mrd. Euro erreichte er 2009 in etwa wieder das Niveau von Ende 2007. Am Ende des Krisenjahrs 2008 lag das verwaltete Vermögen bei 44,9 Mrd. Euro. "Die positive Entwicklung der Aktienmärkte im vergangenen Jahr spiegelt sich auch in der Entwicklung des deutschen Dachfondsmarkts wider. Der deutsche Dachfondsmarkt hat wieder zu seiner alten Größe zurückgefunden", sagt Andreas Schmid, Leiter Vertrieb Privatbanken und Vermögensverwalter bei Fidelity International in Deutschland.

Auf offene Dachfonds entfielen 63 Prozent und damit der Löwenanteil der Bestände. Dies bedeutet gegenüber 2008 eine leichte Steigerung um 1 Prozent. Ende 2007 hatte der Anteil offener Dachfonds, die nicht nur in hauseigene Produkte, sondern überwiegend in Zielfonds anderer Anbieter investieren, noch 56 Prozent betragen. Auch beim Wachstum haben die offenen Dachfonds die Nase vorn. Ihre Bestände erhöhten sich 2009 um 17 Prozent, die von geschlossenen Dachfonds dagegen um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Der Trend zur offenen Architektur setzt sich schon seit Jahren fort. Für den Anleger ist das ein echter Vorteil. Er hat damit die Möglichkeit, in die besten Fonds jeder Kategorie investiert zu sein", so Schmid.

Die ersten drei Plätze auf dem deutschen Dachfondsmarkt teilen sich nach wie vor Deka, DWS und Union Investment.

Das Anlagevolumen von Aktiendachfonds hat im vergangenen Jahr besonders stark zugelegt. Zum Jahresende verwalteten sie 10,4 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anteil von fast 20 Prozent am gesamten Dachfondsvermögen. Ende 2008 lag ihr Anteil noch bei 15 Prozent. Dachfonds der Kategorie Mischfonds sind mit einem Anteil von fast 70 Prozent nach wie vor die dominante Fondsgruppe. Insgesamt lagen 36,6 Mrd. Euro in gemischten Mandaten. Mehr als 32 Prozent der Bestände entfielen auf Dachfonds mit defensiver Ausrichtung. Aktiendachfonds waren auch bei der Wertentwicklung im Jahr 2009 weit vorn. Sie erzielten im Durchschnitt einen Wertzuwachs von 31 Prozent und übertrafen damit gemischte Strategien, die im Durchschnitt 15 Prozent erzielten.

Fidelity erstellt die Dachfondsstudie regelmäßig in Zusammenarbeit mit dem Fondsanalysehaus Morningstar. Die Studie beleuchtet die einzelnen Dachfondskategorien im Hinblick auf Wertentwicklung und Volumen und untersucht die in den Dachfonds vertretenen Zielfonds.

Die Ergebnisse der Studie sind im folgenden Dokument nachzulesen:

http://hugin.info/135576/R/1435376/380745.pdf