Firmen haben Risiken oft nicht gesichert

07.02.2013

Die Mehrzahl der Unternehmen in Europa sieht sich als unzureichend auf neu entstehende Risiken vorbereitet. An oberster Stelle rangieren dabei Terroranschläge und politisch motivierte Gewalttaten. Dies zeigt die europaweite Studie des Versicherers ACE auf.

(fw/db) In einer aktuellen Studie wurden europäischen Riskomanager, Unternehmensleiter und Führungskräfte zu neuen Risiken befragt. Das Ergebnis aus 606 Interviews zeigt, dass europaweit nur sieben Prozent aller Unternehmen einen umfassenden Versicherungsschutz für Terroranschläge und politisch motivierte Gewalttaten haben und 34 Prozent der Befragten über keinerlei Versicherungsdeckung verfügen.

Im Ergebnis der Studie identifiziert ACE sechs Risiken:

Terroranschläge und politisch motivierte Gewalt, Umweltrisiken, multinationale und Exportrisiken, IT-Risiken sowie Risiken in den Bereichen Managerhaftpflicht (D&O) und Geschäftsreisen.

Mit 32 Prozent stufte jedes dritte deutsche Unternehmen Terroranschläge und politisch motivierte Gewalttaten als höchstes Risiko ein. An zweiter und dritter Stelle der Risikoliste stehen mit jeweils 28 Prozent IT- und Internetrisiken sowie Haftungsrisiken der Leitungsorgane (D&O). Gleichzeitig fühlt sich mehr als die Hälfte der Befragten teilweise oder sogar gänzlich unvorbereitet, diese Risiken sowie auch Gefahren bei Geschäftsreisen zu beherrschen.

Auf europäischer Ebene fühlen sich 54 Prozent der Unternehmen unzureichend auf Bedrohungen durch Terrorismus und politische Unruhen vorbereitet. Der Anteil der deutschen Befragten liegt mit 57 Prozent sogar noch höher. Des Weiteren verfügen nur 46 Prozent der europäischen und 35 Prozent der deutschen Firmen über ein definiertes Krisenmanagement zur Bewältigung dieser Gefahr.

51 Prozent der europäischen und 48 Prozent der deutschen Führungskräfte erwarten von ihrem Versicherer oder Versicherungsmakler die entsprechende Beratung und Information über Terrorismus- und politisch motivierte Risiken. Für Deutschland gilt dabei, dass 36 Prozent der deutschen Firmen keinen Versicherungsschutz für diese Art von Risiko besitzen. Damit liegt Deutschland über dem europäischen Durchschnitt von 34 Prozent.

"Unsere Umfrageergebnisse zeigen, dass sich die Mehrheit der europäischen Unternehmen nicht hinreichend auf die so genannten emerging risks vorbereitet fühlt", so Dankwart von Schultzendorff, ACE Country Manager für die deutschsprachigen Länder. "Die Ergebnisse zeigen aber auch wie die Vorbereitung verbessert werden kann. Etwa indem der Vorstand die Verantwortung für diese Risiken übernimmt, das nötige Bewusstsein dafür im Unternehmen schafft und Krisenmanagementpläne erstellt."

Von Schultzendorff stellt ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie heraus: "Unternehmenslenker wünschen sich mehr Information seitens ihrer Versicherungspartner. Wie verändert sich die Risikolandschaft und welche Versicherungslösungen stehen dafür zur Verfügung?"

ACE European Group Limited