Friedennobelpreis für Dissidenten

07.02.2013

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Ein unerwartetes und starkes politisches Zeichen: Das Nobel-Komitee lässt sich von Warnungen aus Peking nicht unter Druck setzen und ehrt den chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis.

(fw/ah) Die Wahl Liu Xiaobos war letztlich keine Überraschung. "Wenn wir den Preis an eine Person vergeben, dann muss die oder der Betreffende für etwas eingestanden, persönliche Belastungen auf sich genommen und einen Kampf durchgestanden haben", hatte der norwegische Komiteechef Thorbjørn Jagland in einem Zeitungsinterview gesagt. Kurz vor der Verleihung kündigte der zur Geheimhaltung Verpflichtete dann auch noch an, die Entscheidung werde umstritten sein.

Ob der Dissident allerdings von seiner Ehrung erfährt, bleibt ungewiss. Derzeit - und die nächsten Jahre - sitzt Liu im Gefängnis.